Der Sommer quält sich dahin, nachdem uns noch im Juli das Hitze-Hoch Karl, Paul oder Tina fest in seinem schwitzigen Griff hatte, Politik und Wirtschaft machen wie immer das was sie wollen. Pakistan schwimmt, Russland brennt und BP blutet (zu Recht). Nicht schön und nicht gut. Denn der Golf ist schon vollgetankt. Klingt plump, ist aber so.
Und überhaupt: Da fehlt doch was. Etwas mit Sinn und ohne Öl. Genau. Die Bundesliga. Und noch immer über zwei Wochen, bis es endlich losgeht. Das darf doch nicht wahr sein!!! Ist es aber. Um die Wartezeit zumindest um ein paar Minütchen zu verkürzen, hier ein paar Gründe, warum König Fußball endlich wieder sein Zepter schwingen soll, nein, MUSS:
Also, die Buli muss schnellstens wieder starten,
weil...
1.
Die WM nun schon viel zu lange vergangen ist.
Ja, lang' ist es her, die WM in, na, wo war sie nochmal gleich, ach ja, irgendwo in Amerika. Oder war es Afrika??? Wo auch immer. Nur noch schemenhaft kann ich mich erinnern, an schlechte Spiele und Entscheidungen. Und an diese vermaledeiten Stadion-Wespen. Ich rede nicht von den Bienen, die "ham scho passt", wie der Bayer zu sagen pflegt.
2.
ich nicht in der Medien-Länge und -Breite wissen will, warum es Loddar wieder einmal schlecht geht und es mich grundsätzlich nicht interessiert, wann wo und wie Spielerfrauen fremd gehen oder segeln- auch wenn der "Capitano" der böse Bube sein sollte. Und warum kenne ich überhaupt diese Geschichten, verdammt???
3.
ich dagegen sehr wohl wissen will, ob der Club mal wieder absteigt und/ oder DFB-Pokalsieger wird.
4.
die Spieler ja wohl auch unter der Saison heiraten können. Aber vielleicht ja das nächste Mal Philipp, gell! Traum-Männer hat´s ja genug in der Liga...
5.
Hollywood auch nicht die Lösung ist, Inception ausgenommen.
6.
Spiele wie der VFB gegen Molde FK (Wer? Woher? Aus Norwegen? Gibt´s da auch eine Profi-Liga?) nicht eben der Burner sind.
7.
bei der Schwimm-EM definitv Rasen und Ball fehlen. Und obwohl es die ja bei der Leichtathletik-EM sogar stellenweise gab, muss man ganz klar feststellen: Die Bälle waren zu klein und Tore nicht vorhanden.
8.
die Wirtschaft trotz Mega-Konjunkturhoch (+1,2 oder 1,3 Prozent?) weiter gestärkt werden muss, insbesondere die Bier-, Würstchen- und Kneipenwirtschaft.
9.
man im Stadion immerhin noch rauchen darf, ohne gesteinigt oder von der Gesta...nein, ich meinte natürlich Kripo abgeholt zu werden.
10.
dann doch lieber 2.Liga als U-20-WM der Frauchen. Sorry.
11.
die Wochen-Enden ohne Buli eben doch irgendwie sinnlos erscheinen...immer nur BP und Love-Parade sind ja auf Dauer doch deprimierend. Wie bitte? Man kann auch mal einen netten Ausflug ins Grüne machen, am besten mit den Kindern? Also bitte...
Fazit:
Buli, es geht einfach nicht ohne Dir. Ohne Dich ist das Leben öd´. Ich will, ich kann nicht...ohne Dich, ähm, überleben ja, aber leben?
Ach, bevor ich weiter herumstammele, lasse ich lieber die Profis mir aus dem Herz sprechen:
http://www.youtube.com/watch?v=S9aNIhxIz10
Donnerstag, 5. August 2010
Freitag, 23. Juli 2010
Tiefpunkt
Die letzten Wochen waren aufregend. BP und WM. Köhler ("ich bin dann mal weg") und Wulff ("lieber reden als regieren"). Hitze und Gewitter...immerhin ist aber die WM samt After-Blues jetzt vorbei. Was ist mit Rück-Blick auf Südafrika hängengeblieben? Eine klug scheißende bzw. fressende und leider jederzeit richtig im Aquarium-Wasser liegende bzw. schwebende Krake. Wenige spielerische Highlights, dafür mehr versagende Werbeträger eines großen "Sportartikelherstellers" (Nike; Özil ausgenommen), krasse Fehlentscheidungen der Schiris (Sorry England) und kuriose Szenen, u.a. des uruguayanischen (wie auch immer) Stümers Suarez mit Glanzparade in der Partie gegen Ghana und des daraufhin verschossenen Elfmeters in der 120. Minute. Oder zwei verschossene Elfmeter innerhalb von zwei Minuten im Spiel Spanien gegen Paraguay. Und wenn schon keine afrikanische, so doch, und völlig überraschend, eine aufstrebende europäische Fußball-Nation (Deutschland). Soviel zum Spocht. Am Rande vielleicht eine wie immer mehr als weniger geheuchelte Berichterstattung über "Land und Leute". Models, die Sendezeit damit vergeuden dürfen, in totschicken Fummeln auf Sektempfängen und Jachten herumzustöckeln. Ein deutscher Fußball-Profi (Hitzelsperger), der sich als "Wohltäter" präsentiert und gleich mehrere Stunden lang vor der ARD-Kamera für die Schwachen einsetzt, um nicht etwa wie die Politiker (Wulff, Merkel&Co.) sein Image aufzupolieren. Nein. Natürlich nicht. Niemals...und selbstverständlich die Fifa, die, wenn schon nicht das Land, richtig Geld mit dem Turnier gemacht hat...soviel zur WM ganz grob im Großen und Ganzen.
Zurück aber ins Heute. Wie sieht´s da aus? Klar, die MEGA-ULTRA-Katastrophe am amerikanischen Golf würde sich nach wie vor anbieten, um sich aufzuregen. Da diese Tragödie aber noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hat und jeglicher Einordnung und Beschreibung nur spottet, lasse ich es an dieser Stelle bleiben. Auch wenn maßlose Wut angebracht wäre. Aber es ist nun einmal so, wie es ist...Hunderte Millionen Liter Öl im Meer machen nur sprachlos. Glocke hin oder her. Deshalb möchte ich mich im Moment einer anderen, weniger nachdenklich stimmenden Thematik widmen, die aber auch weh tut: Hollywoods Verblödungsmaschinerie und ihr neuester Streich "Karate Kid". Da fehlen Einem auch schon fast die Worte.
Es erwartet ja Niemand im Ernst anspruchsvolle Filme aus der Traumfabrik. Auch verlangt man ja nicht, dass sich das Mainstream-Kino neu erfindet oder zur Abwechslung mal mehr auf Kreativität und weniger auf Effekte und/ oder das Produzieren von rentablen Sequels konzentriert.
Aber irgendwo und irgendwann hört es einmal auf. Der neueste "Karate Kid" markiert einen solchen Tief-Punkt in Zeit und Raum.
Warum?
Als Knirps habe ich natürlich alle drei Karate-Kid-Teile gesehen, und war begeistert. Klar. Obwohl ich den zweiten Teil nicht so toll fand. Egal. Aber es hat sich Etwas eingebrannt- Szenen, Momente, Figuren und klassische Konstellationen: "Auftragen, Polieren" zum Beispiel. Der gute Mr. Miyagi sowieso. Daniel San. Der Kranich. FOCUS. Kata am Strand. Der junge, schwache Held in fremder Umgebung. Unglückliche Liebe. Stress mit Bullies. Der weise Lehrmeister, der den Jungen in seine Obhut aufnimmt und nicht nur das Kämpfen, sondern auch eine Philosophie beibringt. Und gut. Das ist doch schon mal was...
Und heute? Ich muss gestehen, dass ich den neuen "Karate Kid" weder gesehen habe, noch sehen will.
Warum?
Wie gesagt, man verlangt ja nicht viel. Vielleicht könnte ich es ertragen, dass der neue, junge Held nicht den jugendlich-unbeholfenen Charme eines Ralph Macchio Anfang der Neunziger besitzt, sondern einen megaerfolgreichen Papa, der schon mal die ein oder andere Tür ins Big Business öffnet. Dass die Lehrer-Figur Jackie Chan nicht die Würde und Weisheit eines Pat Morita (möge er trotzdem in Frieden ruhen) ausstrahlen kann, fällt schon schwerer zu akzeptieren. Dass sich die ganze Geschichte nun aber in China abspielt und der Lehrer seinem Schüler Kung Fu beibringt, das ist mir aber echt zu viel, da steig´ich echt aus. Zur Erinnerung: Boxen ist nicht Fußball, China nicht Japan und Kung Fu (siehe hier) eben nicht Karate (siehe hier). Oder: Schmeckt doch Alles gleich? Geht´s noch, Hollywood??? Als Nächstes vielleicht noch Ghostbusters, die Jagd auf Mutanten machen? Oder doch Rocky, der es als Wrestler versucht? Rambo als Auftragskiller? Mit Will Smith in der Hauptrolle??? Mann Mann Mann...
Zurück aber ins Heute. Wie sieht´s da aus? Klar, die MEGA-ULTRA-Katastrophe am amerikanischen Golf würde sich nach wie vor anbieten, um sich aufzuregen. Da diese Tragödie aber noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hat und jeglicher Einordnung und Beschreibung nur spottet, lasse ich es an dieser Stelle bleiben. Auch wenn maßlose Wut angebracht wäre. Aber es ist nun einmal so, wie es ist...Hunderte Millionen Liter Öl im Meer machen nur sprachlos. Glocke hin oder her. Deshalb möchte ich mich im Moment einer anderen, weniger nachdenklich stimmenden Thematik widmen, die aber auch weh tut: Hollywoods Verblödungsmaschinerie und ihr neuester Streich "Karate Kid". Da fehlen Einem auch schon fast die Worte.
Es erwartet ja Niemand im Ernst anspruchsvolle Filme aus der Traumfabrik. Auch verlangt man ja nicht, dass sich das Mainstream-Kino neu erfindet oder zur Abwechslung mal mehr auf Kreativität und weniger auf Effekte und/ oder das Produzieren von rentablen Sequels konzentriert.
Aber irgendwo und irgendwann hört es einmal auf. Der neueste "Karate Kid" markiert einen solchen Tief-Punkt in Zeit und Raum.
Warum?
Als Knirps habe ich natürlich alle drei Karate-Kid-Teile gesehen, und war begeistert. Klar. Obwohl ich den zweiten Teil nicht so toll fand. Egal. Aber es hat sich Etwas eingebrannt- Szenen, Momente, Figuren und klassische Konstellationen: "Auftragen, Polieren" zum Beispiel. Der gute Mr. Miyagi sowieso. Daniel San. Der Kranich. FOCUS. Kata am Strand. Der junge, schwache Held in fremder Umgebung. Unglückliche Liebe. Stress mit Bullies. Der weise Lehrmeister, der den Jungen in seine Obhut aufnimmt und nicht nur das Kämpfen, sondern auch eine Philosophie beibringt. Und gut. Das ist doch schon mal was...
Und heute? Ich muss gestehen, dass ich den neuen "Karate Kid" weder gesehen habe, noch sehen will.
Warum?
Wie gesagt, man verlangt ja nicht viel. Vielleicht könnte ich es ertragen, dass der neue, junge Held nicht den jugendlich-unbeholfenen Charme eines Ralph Macchio Anfang der Neunziger besitzt, sondern einen megaerfolgreichen Papa, der schon mal die ein oder andere Tür ins Big Business öffnet. Dass die Lehrer-Figur Jackie Chan nicht die Würde und Weisheit eines Pat Morita (möge er trotzdem in Frieden ruhen) ausstrahlen kann, fällt schon schwerer zu akzeptieren. Dass sich die ganze Geschichte nun aber in China abspielt und der Lehrer seinem Schüler Kung Fu beibringt, das ist mir aber echt zu viel, da steig´ich echt aus. Zur Erinnerung: Boxen ist nicht Fußball, China nicht Japan und Kung Fu (siehe hier) eben nicht Karate (siehe hier). Oder: Schmeckt doch Alles gleich? Geht´s noch, Hollywood??? Als Nächstes vielleicht noch Ghostbusters, die Jagd auf Mutanten machen? Oder doch Rocky, der es als Wrestler versucht? Rambo als Auftragskiller? Mit Will Smith in der Hauptrolle??? Mann Mann Mann...
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Mittwoch, 2. Juni 2010
Glückwünsche zum 80.
Ehre, wem Ehre gebührt: Clint Eastwood ist am Montag 80 Jahre alt geworden. Trotz der ganzen Katastrophen und Krisen der letzten und aktuellen Zeit - siehe USA-BP; Lena; Köhler - möchte ich mich heute darauf beschränken, mich vor einer echten Film-Legende zu verbeugen. Als Kind noch schüchtern und zurückgezogen, als junger Erwachsener als Holzfäller, Heizer, Tankwart und Lagerarbeiter tätig. So beginnen große Geschichten und Karrieren: erst einmal beobachten und Dreck fressen und dann zum richtigen Zeitpunkt- das nötige Quentchen Glück und der Begegnung zumindest eines fürs eigene "Schicksal" besonders wichtigen Menschen vorausgesetzt- im Falle Eastwoods z.B. David Janssen ("Richard Kimble" der Erste) Anfang der 50er bei der Army- einfach mal nach Hollywood gehen, die Rakete zünden und das "irdene Reich der Sterblichen" verlassen. Bei Eastwood war das dann wohl in Segio Leones Spaghetti-Western. Das ist jetzt auch schon bald 50 Jahre her. Unfassbar. Und das war ja nur der Beginn- "Dirty Harry" und Co. kam(en) ja erst noch.
Und überhaupt: Hollywood-Schauspieler, die sich im Laufe ihres Lebens zu Legenden entwickeln, gibt es ja so Viele nicht. Jack Nickolson und Robert De Niro zum Beispiel. Noch weniger aber gibt es große Film-Künstler, die nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera ihr wahres Können zeigen (diplomatisch) bzw. zeigen, "wo der Baddel den Moschd holt" (bayrisch). Ganz zu schweigen von Denen, die zuerst und jahrzehntelang eine große Schauspieler-Karriere runterreißen und sich dann der Regie widmen. Und kurioserweise mit jedem Jahrzehnt nicht schlechter sondern besser werden. Auf Anhieb fällt mir da nur Einer ein: der Eastwoods Clint ein, wer hätte das gedacht. Die Familie hat anscheinend aber auch echt sonderbare Gene...
Ich als Filmliebhaber kann auf jeden Fall mit Eastwoods Frühwerk nicht wirklich viel anfangen- ich mag keine Western (außer "Erbarmungslos" aus dem Jahr 1992, Regie: Clint Eastwood)- und "Dirty Harry" ist zwar legendär, hat mich aber auch nie gefesselt- als Kind bin ich eher bei Rambo und Rocky hängengeblieben, ich geb´s ja zu! Und so zeitlos finde ich die "Dirty Harry"-Figur nun auch wieder nicht (im Gegensatz zu Rocky), um mich da heute nochmal reinzugucken. Und Harald Schmidt hat sich vor ihr schon vor Jahren verneigt.
Und überhaupt- ich wollte doch nur sagen, dass ich ein echter Fan von Clints Spätwerk bin: Filme wie "Million Dollar Baby" (2004), "Letters from Iwo Jima" (2006) oder "Gran Torino" (2008) muss man einfach gesehen haben. Es geht gar nicht darum, dass der ein oder andere Film Oscars abgeräumt hat, sondern dass alle seine Werke der letzten Jahre, die ich bisher gesehen habe- und es wartet zum Glück noch die ein oder andere Perle auf mich- einfach gut sind. Ich muss es so schnörkellos sagen: Erstklassige Schauspieler- neben Eastwood, wenn er mitspielt- die glaubhafte Figuren verkörpern dürfen. Geschichten, die unter die alltägliche Oberfläche und unter die Haut gehen und ohne große Special Effects fesseln, weil sie Menschen in schwierigen Situationen zeigen und voller Mitgefühl deren Abgründe und Unzulänglichkeiten beschreiben. Mehr braucht es aus meiner Sicht manchmal nicht für einen guten Film. Aber auch nicht weniger. Oder einfach nur Eastwood. Das wäre schon schön- auch die nächsten Jahr(zehnt)e.
Und überhaupt: Hollywood-Schauspieler, die sich im Laufe ihres Lebens zu Legenden entwickeln, gibt es ja so Viele nicht. Jack Nickolson und Robert De Niro zum Beispiel. Noch weniger aber gibt es große Film-Künstler, die nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera ihr wahres Können zeigen (diplomatisch) bzw. zeigen, "wo der Baddel den Moschd holt" (bayrisch). Ganz zu schweigen von Denen, die zuerst und jahrzehntelang eine große Schauspieler-Karriere runterreißen und sich dann der Regie widmen. Und kurioserweise mit jedem Jahrzehnt nicht schlechter sondern besser werden. Auf Anhieb fällt mir da nur Einer ein: der Eastwoods Clint ein, wer hätte das gedacht. Die Familie hat anscheinend aber auch echt sonderbare Gene...
Ich als Filmliebhaber kann auf jeden Fall mit Eastwoods Frühwerk nicht wirklich viel anfangen- ich mag keine Western (außer "Erbarmungslos" aus dem Jahr 1992, Regie: Clint Eastwood)- und "Dirty Harry" ist zwar legendär, hat mich aber auch nie gefesselt- als Kind bin ich eher bei Rambo und Rocky hängengeblieben, ich geb´s ja zu! Und so zeitlos finde ich die "Dirty Harry"-Figur nun auch wieder nicht (im Gegensatz zu Rocky), um mich da heute nochmal reinzugucken. Und Harald Schmidt hat sich vor ihr schon vor Jahren verneigt.
Und überhaupt- ich wollte doch nur sagen, dass ich ein echter Fan von Clints Spätwerk bin: Filme wie "Million Dollar Baby" (2004), "Letters from Iwo Jima" (2006) oder "Gran Torino" (2008) muss man einfach gesehen haben. Es geht gar nicht darum, dass der ein oder andere Film Oscars abgeräumt hat, sondern dass alle seine Werke der letzten Jahre, die ich bisher gesehen habe- und es wartet zum Glück noch die ein oder andere Perle auf mich- einfach gut sind. Ich muss es so schnörkellos sagen: Erstklassige Schauspieler- neben Eastwood, wenn er mitspielt- die glaubhafte Figuren verkörpern dürfen. Geschichten, die unter die alltägliche Oberfläche und unter die Haut gehen und ohne große Special Effects fesseln, weil sie Menschen in schwierigen Situationen zeigen und voller Mitgefühl deren Abgründe und Unzulänglichkeiten beschreiben. Mehr braucht es aus meiner Sicht manchmal nicht für einen guten Film. Aber auch nicht weniger. Oder einfach nur Eastwood. Das wäre schon schön- auch die nächsten Jahr(zehnt)e.
Freitag, 21. Mai 2010
Bad Bad Banker
Seit geraumer Zeit ist es ja en vogue, den Berufsstand der Banker komplett zu diffamieren oder, um es auf neudeutsch zu formulieren: zu "bashen" (Achtung, das wird nicht der letzte Anglizisimus gewesen sein in diesem Text).
Wenn es aber um ganze Volkswirtschaften und nicht nur ein paar, sondern ein paar mehr Milliarden und Nullen vor dem Komma geht, wird da nicht mehr so genau differenziert...eine kurze Revue der Bilder und Assoziationen, die gegenwärtig öffentlich über viele Kanäle kursieren: Erst einmal sind alle Banker böse. Böse und gemein. Und asozial sowieso. Ganz klar. Banker verspekulieren und verzocken nicht nur unser Geld, sondern sind auch Finanz-Terroristen, die unsere westliche Zivilisation mit ihren üblen "Kampfmitteln" bedrohen und attackieren. Eine echte Konkurrenz zu Osama&Co also. Diese Einschätzungen stammen unter anderem von der Linken (Lötsch/ Wagenknecht) und aus dem Kabarett (Georg Schramm).
Damit es nicht langweilig wird, möchte ich an dieser Stelle zwei weitere Vorschläge machen: Wie wäre es denn mal zur Abwechslung, Banker nicht immer nur als moralisch verdorbene Gangster zu betrachten, denen Nichts außer ihrer Gier heilig ist? In diesem Zusammenhang würde es sich doch geradezu anbieten, sie gleich als Vampire zu deklarieren: Gestalten der Nacht, die uns armen, unschuldigen Bürgern und Ländern das Blut (Cash) aus den Adern (Währung/ Depot) saugen. Lechzt der Banker nicht nach dem Profit wie der sinistre Graf nach einem Gläschen oder einem Fläschen frisch gezapftes Sanguis? Der Banker als ein echter Finsterling, der weniger Mensch, sondern ein richtiges, leibhaftiges Ungeheuer ist.
Das Bild gefällt mir. Vampire sind ja mächtige Wesen. Deutlich mächtiger zumindest als in feuchten Höhlen lebendende Islamisten. Wobei es da ja schon wieder Parallen gibt: Vampire scheuen wie Terroristen in Afghanistan (zumeist) das Tageslicht. Ja, daran kommt man nicht vorbei, am zentralen Grundmotiv der Dunkelheit...
Wie wäre es denn, um einen weiteren Vorschlag zu unterbreiten, sich den Banker an sich gleich als Dämon vorzustellen? Natürlich nicht als einen guten Griechischen (siehe Wikipedia und Antike), schon eher als Christlichen, als einen "gefallenen Engel", der vom rechten Weg abgekommen ist? Ackermann als einer der Fürsten der Finsternis? Das hat was. Das ist konsequent. Und filmreif. Das ist das Vampir-Terrorthema zwar auch, aber es gibt aktuell ja schon die "Vampire Diarrhös". Da ist der Markt wohl bis auf Weiteres gesättigt. Und Hollywood könnte dann endlich auch den längst überfälligen dritten Teil der "Ghostbusters" drehen. Bill Murray als Anführer der mittlerweile altersweisen Geisterjäger versus Mickey Rourke als Ober-Dämon (Chef einer großen Investmentbank). Warum nicht. Bei Rourke müsste die Maske auch keine Extraschichten fahren. Und eine Szene wie das große Finale auf dem Penthouse eines Skyscrapers in Los Angeles (man beachte die plumpe Anspielung im Kontext), in der sich die beiden Heroes gegenüberstehen, will man sich ja nun wirklich nicht entgehen lassen. Umso weniger, wenn es dazu Dialoge in der Art gibt- Murray: "Es ist vorbei, Akerman, Du hast deinen letzten Credit Default Swap ausgeschissen!", Rourke: "Ha, ihr kriegt mich nie, ihr Idioten! Ihr habt wohl meinen Hedgefonds in Peking vergessen, Ha ha ha!". Und dann die Protonenstrahler effektreich für ein Happy End und eine bankerfreie Welt sorgen...
Wenn es aber um ganze Volkswirtschaften und nicht nur ein paar, sondern ein paar mehr Milliarden und Nullen vor dem Komma geht, wird da nicht mehr so genau differenziert...eine kurze Revue der Bilder und Assoziationen, die gegenwärtig öffentlich über viele Kanäle kursieren: Erst einmal sind alle Banker böse. Böse und gemein. Und asozial sowieso. Ganz klar. Banker verspekulieren und verzocken nicht nur unser Geld, sondern sind auch Finanz-Terroristen, die unsere westliche Zivilisation mit ihren üblen "Kampfmitteln" bedrohen und attackieren. Eine echte Konkurrenz zu Osama&Co also. Diese Einschätzungen stammen unter anderem von der Linken (Lötsch/ Wagenknecht) und aus dem Kabarett (Georg Schramm).
Damit es nicht langweilig wird, möchte ich an dieser Stelle zwei weitere Vorschläge machen: Wie wäre es denn mal zur Abwechslung, Banker nicht immer nur als moralisch verdorbene Gangster zu betrachten, denen Nichts außer ihrer Gier heilig ist? In diesem Zusammenhang würde es sich doch geradezu anbieten, sie gleich als Vampire zu deklarieren: Gestalten der Nacht, die uns armen, unschuldigen Bürgern und Ländern das Blut (Cash) aus den Adern (Währung/ Depot) saugen. Lechzt der Banker nicht nach dem Profit wie der sinistre Graf nach einem Gläschen oder einem Fläschen frisch gezapftes Sanguis? Der Banker als ein echter Finsterling, der weniger Mensch, sondern ein richtiges, leibhaftiges Ungeheuer ist.
Das Bild gefällt mir. Vampire sind ja mächtige Wesen. Deutlich mächtiger zumindest als in feuchten Höhlen lebendende Islamisten. Wobei es da ja schon wieder Parallen gibt: Vampire scheuen wie Terroristen in Afghanistan (zumeist) das Tageslicht. Ja, daran kommt man nicht vorbei, am zentralen Grundmotiv der Dunkelheit...
Wie wäre es denn, um einen weiteren Vorschlag zu unterbreiten, sich den Banker an sich gleich als Dämon vorzustellen? Natürlich nicht als einen guten Griechischen (siehe Wikipedia und Antike), schon eher als Christlichen, als einen "gefallenen Engel", der vom rechten Weg abgekommen ist? Ackermann als einer der Fürsten der Finsternis? Das hat was. Das ist konsequent. Und filmreif. Das ist das Vampir-Terrorthema zwar auch, aber es gibt aktuell ja schon die "Vampire Diarrhös". Da ist der Markt wohl bis auf Weiteres gesättigt. Und Hollywood könnte dann endlich auch den längst überfälligen dritten Teil der "Ghostbusters" drehen. Bill Murray als Anführer der mittlerweile altersweisen Geisterjäger versus Mickey Rourke als Ober-Dämon (Chef einer großen Investmentbank). Warum nicht. Bei Rourke müsste die Maske auch keine Extraschichten fahren. Und eine Szene wie das große Finale auf dem Penthouse eines Skyscrapers in Los Angeles (man beachte die plumpe Anspielung im Kontext), in der sich die beiden Heroes gegenüberstehen, will man sich ja nun wirklich nicht entgehen lassen. Umso weniger, wenn es dazu Dialoge in der Art gibt- Murray: "Es ist vorbei, Akerman, Du hast deinen letzten Credit Default Swap ausgeschissen!", Rourke: "Ha, ihr kriegt mich nie, ihr Idioten! Ihr habt wohl meinen Hedgefonds in Peking vergessen, Ha ha ha!". Und dann die Protonenstrahler effektreich für ein Happy End und eine bankerfreie Welt sorgen...
Mittwoch, 12. Mai 2010
All in Europa
Die Euro-Krise. Ein Rettungspaket von über 750 Milliarden. Das sind pauschal um die 1500 Euro pro Bürger in der Union. Das ist für den Ein oder Anderen schon mal ein Monatslohn. Ja, aber es ging ja wieder einmal nicht anders. Es musste einfach sein. Europa musste sich ja verteidigen im Kampf gegen die bösen bösen Spekulanten. Es zeigt sich wieder einmal mehr als deutlich, dass das Casino nach wie vor geöffnet ist, gepokert und gezockt wird, wo es eben geht. Die Finanz-Krise ist ja schon wieder mindestens ein Jahr oder sogar noch länger her. Der Berliner Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie an der Hertie School of Governance in Berlin, spricht nicht nur auf "Spiegel Online" vom "All In" der europäischen Regierungen. Nun muss man abwarten, ob die Börsenspekulanten mitgehen oder passen...alles schön und gut, aber irgendwie auch ziemlich absurd- und krank? Irgendwie schon.
Aber wenn die Politik- wer sollte das sonst bitte tun? Vielleicht die Banken selber?- nun einmal nichts an den Spielregeln ändert, die auf der internationalen Finanz-Ebene gelten,warum sollten sich die Börsenhändler auch anders verhalten? Was für eine einfache Milchmädchenrechnung. Umso erstaunlicher aber, dass die Politik die Nähe zu den Banken sucht- Schäubles gemeinsamer öffentlicher Auftritt zusammen mit Big Boss Ackermann Ende vergangener Woche ist ja nur ein Beispiel für die ganze Farce und Indiz für eine kriecherische Unterwürfigkeit der Polit-Marionetten. Oder etwa nicht? Wolfgang Gehrkre zumindest, nicht nur emeritierter deutscher Hochschullehrer für Bank- und Börsenwesen, hält auf jeden Fall in einem "Wiso Spezial" am Montag die Beteuerungen der Banken, z.B. ein paar Milliönchen zum Rettungspaket zuzuschießen oder überhaupt auf ein paar Milliönchen im Poker zu verzichten, für eine "Lachnummer". Da können sich Schäuble und Ackermann noch so doll die Hände schütteln und in die Kameras grinsen.
Aber was soll´s. Man muss ja nach Vorne schauen. Und gerade Deutschland darf sich ja sowieso nicht beklagen- als Export(-Vize-)Weltmeister profitiert man ja schließlich extremst vom Euro. Ja, das ist schon ein Argument. Nur: Millionen Deutsche haben das wahrscheinlich gar nicht mitgekriegt. Mir wäre es jedenfalls neu, dass wir seit der Euro-Einführung in einem Land der Glückseeligen leben. Oder ist mir da etwas entgangen? Was Vielen und mir aber bestimmt nicht entgangen ist: Dass man für ein Bier in der Kneipe nicht mehr 3,50 Mark, sondern eben 3,50 Euro zahlt. Und die Löhne bestimmt nicht verdoppelt wurden. Aber Wen interessiert das heute schon noch? Politik und Wirtschaft sicher nicht.
Und wie gesagt: "Deutschland" braucht ja den Euro. Was sind da schon die 123 Milliarden, die man jetzt zum Rettungspaket beiträgt? Peanuts? Das vielleicht nicht. Aber, und an der Stelle kann man ja den Werbe-Slogan noch einmal bemühen: "Du bist Deutschland". Und wenn man davon ausgeht, dass Du Daimler, VW, BMW, Siemens, Deutsche Bank&Co bist, dann macht das Ganze ja auch wieder Sinn. Irgendwie. Und muss halt so sein. Lachnummer hin oder her.
Aber wenn die Politik- wer sollte das sonst bitte tun? Vielleicht die Banken selber?- nun einmal nichts an den Spielregeln ändert, die auf der internationalen Finanz-Ebene gelten,warum sollten sich die Börsenhändler auch anders verhalten? Was für eine einfache Milchmädchenrechnung. Umso erstaunlicher aber, dass die Politik die Nähe zu den Banken sucht- Schäubles gemeinsamer öffentlicher Auftritt zusammen mit Big Boss Ackermann Ende vergangener Woche ist ja nur ein Beispiel für die ganze Farce und Indiz für eine kriecherische Unterwürfigkeit der Polit-Marionetten. Oder etwa nicht? Wolfgang Gehrkre zumindest, nicht nur emeritierter deutscher Hochschullehrer für Bank- und Börsenwesen, hält auf jeden Fall in einem "Wiso Spezial" am Montag die Beteuerungen der Banken, z.B. ein paar Milliönchen zum Rettungspaket zuzuschießen oder überhaupt auf ein paar Milliönchen im Poker zu verzichten, für eine "Lachnummer". Da können sich Schäuble und Ackermann noch so doll die Hände schütteln und in die Kameras grinsen.
Aber was soll´s. Man muss ja nach Vorne schauen. Und gerade Deutschland darf sich ja sowieso nicht beklagen- als Export(-Vize-)Weltmeister profitiert man ja schließlich extremst vom Euro. Ja, das ist schon ein Argument. Nur: Millionen Deutsche haben das wahrscheinlich gar nicht mitgekriegt. Mir wäre es jedenfalls neu, dass wir seit der Euro-Einführung in einem Land der Glückseeligen leben. Oder ist mir da etwas entgangen? Was Vielen und mir aber bestimmt nicht entgangen ist: Dass man für ein Bier in der Kneipe nicht mehr 3,50 Mark, sondern eben 3,50 Euro zahlt. Und die Löhne bestimmt nicht verdoppelt wurden. Aber Wen interessiert das heute schon noch? Politik und Wirtschaft sicher nicht.
Und wie gesagt: "Deutschland" braucht ja den Euro. Was sind da schon die 123 Milliarden, die man jetzt zum Rettungspaket beiträgt? Peanuts? Das vielleicht nicht. Aber, und an der Stelle kann man ja den Werbe-Slogan noch einmal bemühen: "Du bist Deutschland". Und wenn man davon ausgeht, dass Du Daimler, VW, BMW, Siemens, Deutsche Bank&Co bist, dann macht das Ganze ja auch wieder Sinn. Irgendwie. Und muss halt so sein. Lachnummer hin oder her.
Sonntag, 18. April 2010
Afghanistan, Terror, USA
Aktuell mehren sich wieder einmal medienwirksam Zweifel am "Erfolg" des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan. Dabei meinen wir es doch so gut! Und ein sofortiger Abzug ist eh kein Thema- sieht man von den populistischen Forderungen der Linken und Gysi einmal ab. Ein paar Haubitzen mehr werden´s schon richten...
Es ist doch nun einmal so, dass Deutschland und die gesamte westliche Welt in einem Boot mit der USA sitzt. Und die USA werden sich wohl in ihrem offziell und medial gebetsmühlenartig bekräftigten, globalen Kampf für mehr Demokratie und weniger Terror so schnell wohl nicht zügeln. Also muss auch Deutschland mitziehen...
Die etablierten Medien halten sich mit einer fundamentalen Kritik doch erstaunlich zurück. Tote im "Krieg", ja, man darf ja jetzt mit dem Segen Merkels&Co. davon sprechen, das ist nicht schön, und traurig. Unsere tapferen Soldaten. Aber: Die Freiheit muss nun mal auch am Hindukusch verteidigt werden...
Obwohl ich mich durchaus als politisch interessiert bezeichnen würde, kann ich mich aktuell an keine Sendung und an keinen Nachrichten-Bericht bei ARD oder ZDF, aber auch z.B. dem Spiegel erinnern, der nicht ganz im Sinne des "Common Sense" wäre. Obwohl für mich gerade der Spiegel immer eine journalistische Instanz war und ist, muss ich feststellen, dass auch der bereits Ende Januar zum Thema Afghanistan veröffentlichte Leitartikel (siehe hier) keine rühmliche Ausnahme darstellt. Sicher: Es kommen darin viele interessante Infos gerade zur Historie vor, je mehr sich aber der Artikel der gegenwärtigen Situation nähert, desto kritikarmer wird er...eigentlich erstaunlich, dass in einer Demokratie doch größtenteils eine Informations-Einbahnstraßen-Medien-Politik herrschen kann.
Wie lautet sie nochmal, die Terror-Agenda, der "Common Sense"? Ohne an der Stelle näher darauf einzugehen, gilt doch der öffentlich kaum widersprochene geschweige denn überhaupt diskutierte Grundsatz, dass die Welt seit dem 9/11 eine Andere ist. Offiziell zumindest.
Diese Leier läuft seit Jahren auf allen Kanälen rauf und runter...
Nun gibt es aber doch auch die Möglichkeit, sich im Internet zu informieren.
Durch die aktuellen Vorkommnisse in Afghanistan motiviert, habe ich das zumindest versucht. Ein, zwei Klicks später stieß ich auf den Namen "Christoph Hörstel" (Grund-Infos zur Person auf Wikipedia).
Eine wirklich interessante Figur, von der ich bis dato noch nie etwas gehört hatte: Ein echter Journalist, von denen es anscheinend nicht mehr Viele gibt- wer als verdienter Korrespondent und Afganistan-Kenner die ARD verlässt, weil er die Einseitigkeit in der Berichterstattung weder hinnehmen will, noch verantworten kann und es im Anschluss nur für sehr kurze Zeit bei Siemens ("Korruption unerträglich") aushält, der hat aus meiner Sicht einen gewissen Vertrauens-Vorschuss verdient. Erstaunlich- oder, wenn man es sich recht überlegt: vielleicht eben nicht-, dass dieser Mann medial so wenig Beachtung findet.
Wer sich nicht nur mit den üblichen Informations-Häppchen und Politiker-Standardfloskeln zufrieden gibt und einfach einmal eine andere Sicht der Dinge haben will, dem sei folgendes 76(!)-minütiges-Interview mit ihm dringendst ans Herz gelegt (hier klicken), produziert übrigens von "NuoViso", ebenfalls aus meiner Sicht nicht unbedingt verdächtig, dem "Common Sense" zu dienen.
Zur Afghanistan-Problematik wäre außerdem ein SWR1-Radio-Interview (hier kann man sich das Interview anhören oder runterladen) mit ihm zu empfehlen, alles Weitere liefert bei Interesse ohnehin die Suchmaschine.
Auch wenn man sich diese Zeit genommen haben sollte, gilt natürlich noch der Grundsatz, dass man sich eine eigene Meinung bilden sollte. Aber die dort genannten Argumente sollte man zumindest eben kennen.
Und: Was wäre denn, wenn Hörstels Thesen von der gegenwärtigen, globalen Situation weniger falsch als der "Common Sense" wären? Was wäre, wenn es den Vereinigten Staaten z.B. in Afghanistan, wie auf dem Rest der Welt, eben nicht um Demokratie und Freiheit, sondern in Wirklichkeit rein um geostrategische Interessen und in diesem Zusammenhang (Stichwort: Ressourcen) schlicht um Sicherung und wenn schon nicht Ausbau, so doch zumindest Fortbestand der eigenen Vormachtstellung ginge? Und zwar mit allen Mitteln?
Und wo wir gerade dabei sind- noch einmal kurz zu 9/11, dem zweifellos dramatischen Ereignis, was als offizielle Legitimation für den "Krieg gegen den Terror" benutzt wird und der westlichen Welt ja offenbar keine andere Wahl lässt, als sich mit den USA im "Terrorkampf" zu verbünden:
Was wäre dennn, wenn auch hier die "Common Sense"-Variante anzuzweifeln wäre- wie das wiederum nicht nur Hörstel, sondern ein weiterer, altehrwürdiger Journalist wie Peter Scholl-Latour macht (siehe Scholl-Latour in einer Diskussionsrunde auf Phönix) und Amerika seit 9/11 ein Land im "Ausnahmezustand" ist, in dem Bürgerreche noch weniger, Militärrechte aber mehr als zuvor schon gelten, auch unter Obama (ein Artikel hierzu in dem Polit-Magazin "Hintergrund")?
Ja, was wäre denn, wenn mit Obama wirklich nur eine andere Rhetorik ins Weiße Haus eingezogen wäre, aber keine andere Außenpolitik? Wenn auch er international geltendes Recht in erster Linie im Interesse Israels und dann Amerikas einfach ignorieren und nicht nur die Nato zu diesem Zweck missbrauchen würde?
Und, was wäre denn, wenn die Finanz-Krise nur ein weiteres Indiz dafür wäre, dass das westliche System am Implodieren war und weiterhin ist, nicht zuletzt auch deshalb, weil grenzenloser Egoismus in Verbindung mit global Krieg&Terror finanzieren auf die Dauer doch nicht ganz gut und günstig ist?
Wenn gerade deshalb bzw. trotzdem wirtschaftlicher Imperialismus als einziger Ausweg praktiziert würde, in diesem wie in vergangenen Jahrhunderten?
Wenn sich aber die Zeiten geändert hätten?
Wenn mittlerweile und nicht erst seit gestern ein anderer Block, offensichtlich unter Chinas Führung, mit Russland als Partner, das nicht mehr so gerne "a priori" hinnehmen mag?
Wenn man zudem Stellvertreter-Konflikte wie Iran-Israel-Palästina und Korea, also Pulverfässer, die jederzeit im großen Maßstab explodieren könnten, berücksichtigt?
Ja, was wäre dann? Und was hätten wir schon?
Oder sind das alles nur "Verschwörungstheorien", von irgendwelchen Querköpfen ausgedacht, die in Verdacht stehen, Lobbyarbeit im Namen des Islam zu betreiben?
Ist es wirklich so einfach?
Ohne selbst irgendetwas mit Religion am Hut zu haben, möchte ich zum Schluss und um den Kreis zu schließen aber schon noch einmal fragen, warum in den (etablierten) westlichen Medien doch sehr "gleichgeschaltet" über solche Sachverhalte berichtet wird? Über eine Witzfigur wie Guido Knopp und seine 3000.te "ZDF-History"-Sendung zum Thema "2. Weltkrieg- heute: was stand bei Hitler am letzten Bunker-Tag auf dem Mittagstisch?" kann ich schon lange nicht mehr lachen.
Und, was nicht weniger nachdenklich stimmt: Dass sich intelektuelle Kreise mehr als bedeckt halten mit einer breiten öffentlichen Kritik, die etwas tiefer greift als das Beklagen von Toten in einem anscheinend unvermeidlichen, "notwendigen" Krieg gegen den Terror? Hörstel und Scholl-Latour in Ehren.
Wo ist eine echte, ernstzunehmende, konzentrierte inter-nationale Front gegen den "Feind", gegen Lügen und Unwissenheit? Wer kennt denn schon den sehr gelungenen Spiel-Film "Syriana" aus dem Jahr 2005 (Infos dazu auf Wikipedia), der die US-Machenschaften rund ums Öl eindrucksvoll aufdeckt? Auf Deutschland bezogen: Reicht es, wenn ein Exot wie Georg Schramm im Kabarett Klartext nicht nur zum Thema Afghanistan spricht (siehe vergangenen Dienstag)?
Wo sind weitere kritische Stimmen?
Was macht die "hohe" Kunst und die Jugend?
Resignieren und verblöden?
Oder: Ist am Ende Alles nur halb so schlimm?
Finanzkrise hin, Afghanistan her?
Hauptsache "Paaaaarty"?
Noch eine letzte Prognose: Wenn sich daran nichts ändert, werden wir uns früher oder später noch wundern. Ob es dann zu spät ist?
Es ist doch nun einmal so, dass Deutschland und die gesamte westliche Welt in einem Boot mit der USA sitzt. Und die USA werden sich wohl in ihrem offziell und medial gebetsmühlenartig bekräftigten, globalen Kampf für mehr Demokratie und weniger Terror so schnell wohl nicht zügeln. Also muss auch Deutschland mitziehen...
Die etablierten Medien halten sich mit einer fundamentalen Kritik doch erstaunlich zurück. Tote im "Krieg", ja, man darf ja jetzt mit dem Segen Merkels&Co. davon sprechen, das ist nicht schön, und traurig. Unsere tapferen Soldaten. Aber: Die Freiheit muss nun mal auch am Hindukusch verteidigt werden...
Obwohl ich mich durchaus als politisch interessiert bezeichnen würde, kann ich mich aktuell an keine Sendung und an keinen Nachrichten-Bericht bei ARD oder ZDF, aber auch z.B. dem Spiegel erinnern, der nicht ganz im Sinne des "Common Sense" wäre. Obwohl für mich gerade der Spiegel immer eine journalistische Instanz war und ist, muss ich feststellen, dass auch der bereits Ende Januar zum Thema Afghanistan veröffentlichte Leitartikel (siehe hier) keine rühmliche Ausnahme darstellt. Sicher: Es kommen darin viele interessante Infos gerade zur Historie vor, je mehr sich aber der Artikel der gegenwärtigen Situation nähert, desto kritikarmer wird er...eigentlich erstaunlich, dass in einer Demokratie doch größtenteils eine Informations-Einbahnstraßen-Medien-Politik herrschen kann.
Wie lautet sie nochmal, die Terror-Agenda, der "Common Sense"? Ohne an der Stelle näher darauf einzugehen, gilt doch der öffentlich kaum widersprochene geschweige denn überhaupt diskutierte Grundsatz, dass die Welt seit dem 9/11 eine Andere ist. Offiziell zumindest.
Diese Leier läuft seit Jahren auf allen Kanälen rauf und runter...
Nun gibt es aber doch auch die Möglichkeit, sich im Internet zu informieren.
Durch die aktuellen Vorkommnisse in Afghanistan motiviert, habe ich das zumindest versucht. Ein, zwei Klicks später stieß ich auf den Namen "Christoph Hörstel" (Grund-Infos zur Person auf Wikipedia).
Eine wirklich interessante Figur, von der ich bis dato noch nie etwas gehört hatte: Ein echter Journalist, von denen es anscheinend nicht mehr Viele gibt- wer als verdienter Korrespondent und Afganistan-Kenner die ARD verlässt, weil er die Einseitigkeit in der Berichterstattung weder hinnehmen will, noch verantworten kann und es im Anschluss nur für sehr kurze Zeit bei Siemens ("Korruption unerträglich") aushält, der hat aus meiner Sicht einen gewissen Vertrauens-Vorschuss verdient. Erstaunlich- oder, wenn man es sich recht überlegt: vielleicht eben nicht-, dass dieser Mann medial so wenig Beachtung findet.
Wer sich nicht nur mit den üblichen Informations-Häppchen und Politiker-Standardfloskeln zufrieden gibt und einfach einmal eine andere Sicht der Dinge haben will, dem sei folgendes 76(!)-minütiges-Interview mit ihm dringendst ans Herz gelegt (hier klicken), produziert übrigens von "NuoViso", ebenfalls aus meiner Sicht nicht unbedingt verdächtig, dem "Common Sense" zu dienen.
Zur Afghanistan-Problematik wäre außerdem ein SWR1-Radio-Interview (hier kann man sich das Interview anhören oder runterladen) mit ihm zu empfehlen, alles Weitere liefert bei Interesse ohnehin die Suchmaschine.
Auch wenn man sich diese Zeit genommen haben sollte, gilt natürlich noch der Grundsatz, dass man sich eine eigene Meinung bilden sollte. Aber die dort genannten Argumente sollte man zumindest eben kennen.
Und: Was wäre denn, wenn Hörstels Thesen von der gegenwärtigen, globalen Situation weniger falsch als der "Common Sense" wären? Was wäre, wenn es den Vereinigten Staaten z.B. in Afghanistan, wie auf dem Rest der Welt, eben nicht um Demokratie und Freiheit, sondern in Wirklichkeit rein um geostrategische Interessen und in diesem Zusammenhang (Stichwort: Ressourcen) schlicht um Sicherung und wenn schon nicht Ausbau, so doch zumindest Fortbestand der eigenen Vormachtstellung ginge? Und zwar mit allen Mitteln?
Und wo wir gerade dabei sind- noch einmal kurz zu 9/11, dem zweifellos dramatischen Ereignis, was als offizielle Legitimation für den "Krieg gegen den Terror" benutzt wird und der westlichen Welt ja offenbar keine andere Wahl lässt, als sich mit den USA im "Terrorkampf" zu verbünden:
Was wäre dennn, wenn auch hier die "Common Sense"-Variante anzuzweifeln wäre- wie das wiederum nicht nur Hörstel, sondern ein weiterer, altehrwürdiger Journalist wie Peter Scholl-Latour macht (siehe Scholl-Latour in einer Diskussionsrunde auf Phönix) und Amerika seit 9/11 ein Land im "Ausnahmezustand" ist, in dem Bürgerreche noch weniger, Militärrechte aber mehr als zuvor schon gelten, auch unter Obama (ein Artikel hierzu in dem Polit-Magazin "Hintergrund")?
Ja, was wäre denn, wenn mit Obama wirklich nur eine andere Rhetorik ins Weiße Haus eingezogen wäre, aber keine andere Außenpolitik? Wenn auch er international geltendes Recht in erster Linie im Interesse Israels und dann Amerikas einfach ignorieren und nicht nur die Nato zu diesem Zweck missbrauchen würde?
Und, was wäre denn, wenn die Finanz-Krise nur ein weiteres Indiz dafür wäre, dass das westliche System am Implodieren war und weiterhin ist, nicht zuletzt auch deshalb, weil grenzenloser Egoismus in Verbindung mit global Krieg&Terror finanzieren auf die Dauer doch nicht ganz gut und günstig ist?
Wenn gerade deshalb bzw. trotzdem wirtschaftlicher Imperialismus als einziger Ausweg praktiziert würde, in diesem wie in vergangenen Jahrhunderten?
Wenn sich aber die Zeiten geändert hätten?
Wenn mittlerweile und nicht erst seit gestern ein anderer Block, offensichtlich unter Chinas Führung, mit Russland als Partner, das nicht mehr so gerne "a priori" hinnehmen mag?
Wenn man zudem Stellvertreter-Konflikte wie Iran-Israel-Palästina und Korea, also Pulverfässer, die jederzeit im großen Maßstab explodieren könnten, berücksichtigt?
Ja, was wäre dann? Und was hätten wir schon?
Oder sind das alles nur "Verschwörungstheorien", von irgendwelchen Querköpfen ausgedacht, die in Verdacht stehen, Lobbyarbeit im Namen des Islam zu betreiben?
Ist es wirklich so einfach?
Ohne selbst irgendetwas mit Religion am Hut zu haben, möchte ich zum Schluss und um den Kreis zu schließen aber schon noch einmal fragen, warum in den (etablierten) westlichen Medien doch sehr "gleichgeschaltet" über solche Sachverhalte berichtet wird? Über eine Witzfigur wie Guido Knopp und seine 3000.te "ZDF-History"-Sendung zum Thema "2. Weltkrieg- heute: was stand bei Hitler am letzten Bunker-Tag auf dem Mittagstisch?" kann ich schon lange nicht mehr lachen.
Und, was nicht weniger nachdenklich stimmt: Dass sich intelektuelle Kreise mehr als bedeckt halten mit einer breiten öffentlichen Kritik, die etwas tiefer greift als das Beklagen von Toten in einem anscheinend unvermeidlichen, "notwendigen" Krieg gegen den Terror? Hörstel und Scholl-Latour in Ehren.
Wo ist eine echte, ernstzunehmende, konzentrierte inter-nationale Front gegen den "Feind", gegen Lügen und Unwissenheit? Wer kennt denn schon den sehr gelungenen Spiel-Film "Syriana" aus dem Jahr 2005 (Infos dazu auf Wikipedia), der die US-Machenschaften rund ums Öl eindrucksvoll aufdeckt? Auf Deutschland bezogen: Reicht es, wenn ein Exot wie Georg Schramm im Kabarett Klartext nicht nur zum Thema Afghanistan spricht (siehe vergangenen Dienstag)?
Wo sind weitere kritische Stimmen?
Was macht die "hohe" Kunst und die Jugend?
Resignieren und verblöden?
Oder: Ist am Ende Alles nur halb so schlimm?
Finanzkrise hin, Afghanistan her?
Hauptsache "Paaaaarty"?
Noch eine letzte Prognose: Wenn sich daran nichts ändert, werden wir uns früher oder später noch wundern. Ob es dann zu spät ist?
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Dienstag, 13. April 2010
Hilfe!
Kanzlerin Merkel hat wieder einmal Alles gegeben. Für Deutschland. Gegen Griechenland. Es war ein harter Kampf mit heißen Worthülsen-Gefechten. Am Anfang und vor ein paar Wochen stand noch das "Non" der eisernen deutschen Lady wie das Amen in der halbleeren Kirche (Promillewert des Pfarrers unbekannt).
Gestern wurde aber bekannt (siehe Spiegel Online), dass die deutschen Steuerzahler dann doch acht der dreißig Milliarden (also ca. 27%) an Finanzhilfe für unsere griechischen Freunde übernehmen müssen. Gut, jetzt könnte man meinen, dass das ein doch etwas großer Betrag ist bei einer EU-Mitgliederzahl von 27 und nicht etwa 3 oder 4 oder so. Doch wir Deutschen können´s uns ja leisten. Wir konnten uns ja auch die ein oder andere Landesbank und Hyporeal leisten. Was sind da schon weitere acht bescheidene Milliarden? Freunden in Not hilft man eben. Eben.
Nur: Es gibt aber weitere Härte- und Notfälle, nicht nur im Aus- sondern auch im Inland. Strukturschwache Regionen am Rande des Abgrunds. Ohne Milliarden Stütze so gut wie verloren. Ja, ich muss es sagen, da es mir eine Herzensangelegenheit ist: Frau Merkel, retten Sie Franken! Sehen Sie denn nicht das Elend? Als Mittelfranke weiß ich ja wohl, wovon ich rede. Gerade Nürnberg muss subventioniert und den Menschen vor Ort geholfen werden. Nach dem Weggang von Misimovic&Co. und dem Niedergang von Grundig, AEG und Quelle und einer gefühlten Arbeitslosenquote von über 20 Prozent- das ist das Doppelte Griechenlands- wäre es ja mal an der Zeit, Etwas zu unternehmen. Von der Ingolstädter Flachzange Seehofer ist ja eh Nichts zu erwarten, außer klaren Widersprüchen (siehe hier).
Franken hätte es ja wohl allemal verdient, wiederaufgebaut zu werden. Wer hat denn nicht nur das Schäuffele, sondern auch Frankreich, die Schweizer Währung und Lothar Matthäus erfunden??? Na Na! Wer hat denn 1990 die deutsche Nationalmannschaft fast im Alleingang zum Weltmeistertitel geführt (siehe hier)? Und wo wir gerade bei Italien sind: Wer hat denn damals den Römern am Limes den Arsch versohlt? Und was wäre aus uns geworden, wenn es nicht so gewesen wäre? Am End´gar ein kultiviertes Volk der Dichter und Denker? Also bitte. Das kann ja wohl Niemand so recht haben wollen.
Damit das aber auch so bleibt, fordere ich ein Milliardenpaket an Soforthilfe und eine Schäuffele-Flatrate für alle Franken. Das ist aber noch nicht Alles. Der FCN könnte auch mal ein paar gestandene Spieler wie Messi oder Xavi vertragen. Sofort. Die zweihundert Millionen machen das Nürnberger Würstlaskraut ja wohl auch nicht mehr fett. Denn es ist nicht auszumalen, was passieren könnte, wenn die letzte Bastion (zum achten Mal) fällt und der Glubb absteigt! Brennende Autos. Weinende Kinder. Aus Fenstern im Erdgeschoss springende Menschen. Hoffnungslose und hoffnungslos betrunkene Fans- gut, das ist zwar nach jedem Spiel so, gerade Auswärts, ändert aber nichts am Punkt: Wer Griechenland rettet, muss auch Franken retten, da führt kein Weg vorbei. Vielleicht auch noch den ganzen Osten, da könnte man ja mal bei einem Schäuffele drüber reden!
Wie? Der Doktor meint, ich müsste jetzt wieder meine Jacke anziehen? Also bitte...
Gestern wurde aber bekannt (siehe Spiegel Online), dass die deutschen Steuerzahler dann doch acht der dreißig Milliarden (also ca. 27%) an Finanzhilfe für unsere griechischen Freunde übernehmen müssen. Gut, jetzt könnte man meinen, dass das ein doch etwas großer Betrag ist bei einer EU-Mitgliederzahl von 27 und nicht etwa 3 oder 4 oder so. Doch wir Deutschen können´s uns ja leisten. Wir konnten uns ja auch die ein oder andere Landesbank und Hyporeal leisten. Was sind da schon weitere acht bescheidene Milliarden? Freunden in Not hilft man eben. Eben.
Nur: Es gibt aber weitere Härte- und Notfälle, nicht nur im Aus- sondern auch im Inland. Strukturschwache Regionen am Rande des Abgrunds. Ohne Milliarden Stütze so gut wie verloren. Ja, ich muss es sagen, da es mir eine Herzensangelegenheit ist: Frau Merkel, retten Sie Franken! Sehen Sie denn nicht das Elend? Als Mittelfranke weiß ich ja wohl, wovon ich rede. Gerade Nürnberg muss subventioniert und den Menschen vor Ort geholfen werden. Nach dem Weggang von Misimovic&Co. und dem Niedergang von Grundig, AEG und Quelle und einer gefühlten Arbeitslosenquote von über 20 Prozent- das ist das Doppelte Griechenlands- wäre es ja mal an der Zeit, Etwas zu unternehmen. Von der Ingolstädter Flachzange Seehofer ist ja eh Nichts zu erwarten, außer klaren Widersprüchen (siehe hier).
Franken hätte es ja wohl allemal verdient, wiederaufgebaut zu werden. Wer hat denn nicht nur das Schäuffele, sondern auch Frankreich, die Schweizer Währung und Lothar Matthäus erfunden??? Na Na! Wer hat denn 1990 die deutsche Nationalmannschaft fast im Alleingang zum Weltmeistertitel geführt (siehe hier)? Und wo wir gerade bei Italien sind: Wer hat denn damals den Römern am Limes den Arsch versohlt? Und was wäre aus uns geworden, wenn es nicht so gewesen wäre? Am End´gar ein kultiviertes Volk der Dichter und Denker? Also bitte. Das kann ja wohl Niemand so recht haben wollen.
Damit das aber auch so bleibt, fordere ich ein Milliardenpaket an Soforthilfe und eine Schäuffele-Flatrate für alle Franken. Das ist aber noch nicht Alles. Der FCN könnte auch mal ein paar gestandene Spieler wie Messi oder Xavi vertragen. Sofort. Die zweihundert Millionen machen das Nürnberger Würstlaskraut ja wohl auch nicht mehr fett. Denn es ist nicht auszumalen, was passieren könnte, wenn die letzte Bastion (zum achten Mal) fällt und der Glubb absteigt! Brennende Autos. Weinende Kinder. Aus Fenstern im Erdgeschoss springende Menschen. Hoffnungslose und hoffnungslos betrunkene Fans- gut, das ist zwar nach jedem Spiel so, gerade Auswärts, ändert aber nichts am Punkt: Wer Griechenland rettet, muss auch Franken retten, da führt kein Weg vorbei. Vielleicht auch noch den ganzen Osten, da könnte man ja mal bei einem Schäuffele drüber reden!
Wie? Der Doktor meint, ich müsste jetzt wieder meine Jacke anziehen? Also bitte...
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