Erst einmal muss ich mich an dieser Stelle bei meinen treuen 12 (!!!) Lesern entschuldigen, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Aber mir kam leider Etwas dazwischen. Ich ging nur kurz zum Zigarettenholen um die Ecke. Dann wurde mir auch schon von hinten ein Sack über den Kopf gezogen und...na ja, das ist eben eine andere (erlogene) Geschichte. Heute kann ich aber wieder (aufrecht) gehen und feste Nahrung zu mir nehmen. Wo wir auch schon fast beim konkreten Grund meines "Comebacks" wären: Der Leitartikel des von mir eigentlich hoch verehrten SPIEGEL aus KW13: hier geht´s zum Artikel...
Ja, sicherlich: Der Zeitpunkt der Erscheinung macht ja insofern Sinn, da er ja mitten in die Fastenzeit fällt. Wenn man aber berücksichtigt, dass Ende März andere Themen ebenfalls durchaus berichtenswert hätten sein können (Krise Japan, Nordafrika, Euro, FC Bayern München, etc.), dann sind wohl Zweifel an der Notwendigkeit der Erscheinung eines solchen Themas zu besagtem Zeitpunkt in Form eines Leitartikels angebracht. Die seriösen (Satire-)Medien (Die Heute-Show, Harald Schmidt, Kalle an der Pommes-Bude) haben aber aus diesem Grunde ja bereits zur Genüge Kritik geübt. Sie waren sich alle einig: Japan strahlt, Afrika brennt, Guttenberg, die FDP und der FCB stüzen ab, und der SPIEGEL meint, er müsse sich zur Abwechslung mal aufs "Wesentliche" konzentrieren: abnehmen und fasten. Das geht doch nicht! "Mutig" war´s wohl allemal...
Auch ein Blick auf die Chronologie der Leit-Themen ist in diesem Zusammenhang beachtlich: KW 11 Das Ende des Atomzeitalters, KW 12 FUKUSHIMA, KW 14 Die Kernfrage. Dazwischen Heilfasten...
Es sei.
Der Grund aber, warum ich mich echauffieren möchte, ist allerdings ein anderer:
Auf Seite 118 habe ich bei der Lektüre ERSCHRECKENDES erfahren. Da steht doch glatt „Kalorienrestriktion...verringert das Risiko für Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Hirnschwund.“ Da wäre mir doch auf dem Sofa liegend beinahe ein Stückchen meines spätabendlichen Dessert-Schnitzels aus dem Mund gefallen. Was mir den zarten Genuss noch weiter vergällte: Diese Feststellung hat nicht irgendwer, das haben bereits 2009 honorige Wissenschaftler im Fachblatt „Science" erläutert.
Beachtlich.
Das schlechte Ernährung nicht gut sein kann, weiß ja mittlerweile prinzipiell Jeder. Darüber wird ja nun mindestens seit Jahrzehnten und dem Aufkommen des Wirtschafts- und Butterwunders berichtet. Das schlechte Ernährung und ein Übermaß an Kalorien idealerweise in Kombination mit Bewegungsmangel Diabetes und/ oder Plauze sowie nicht unbedingt Kondition und Konstitution eines Leistungssportlers zur Folge haben könnte (natürlich nur bei den Anderen, nicht bei einem Selbst)- geschenkt.
Wer viel frisst und ungern seinen Sessel, seine Couch oder sein Bett verlässt, der braucht sich nicht erst seit gestern zu wundern, wenn der Spiegel (nein, nicht die Redaktion) eines Tages ein fettes Schwein (im übertragenen Sinne) präsentiert, dem schon der Schweiß in Strömen den fleischigen und massigen Körperflächen herabrinnt, wenn er/ es nur daran denkt, zwei Treppenstufen zu erklimmen- ist doch klar.
Krebs? Ein eigenes, zentrales Kapitel in einer "modernen" Gesellschaft...
Was mich persönlich aber schon etwas schockiert hat: Wer weniger futtert, dem schwindet sein Hirn weniger dahin bzw. der hat ein geringeres Risiko zu verdummen? Alleine der Begriff "Hirnschwund" tut meiner Murmel ja schon weh...
Und was bedeutet diese folgenreiche Entdeckung in all ihren politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen, die man ja nur erahnen kann?
Bekommen dünne Leute (BMI unbedingt beachten und regelmäßig kontrollieren!!!) ab sofort den Vermerk "klug" in ihrem Ausweis, analog dazu die Dicken "blöd wie Scheiße"?
Wird das Körper-Gewicht zu einem (auch bei Männern) harten Einstellungskriterium?
Werden die Fetten nun auch zu recht (noch mehr) gemobbt, gehänselt und ausgegrenzt?
Was wird aus Sigmar Gabriel, Joschka/ Ottfried Fischer&Co. und den ganzen fetten Schweinen?
Soll das heißen, die bulemischen Topmodels und ihre Kolleginnen aus dem Amateurberecih sind im Kopf doch ganz helle?
Und: Wer mit Pizza&Burger aufwächst, der hat also grundsätzlich gar keine Chance auf einen vernünftigen Schulabschluss, da sich bis dahin sein Hirn sowieso längst verabschiedet hat?
Dann doch etwas skeptisch, aber Danke lieber SPIEGEL für unterhaltsamen Hirnschwund...
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Donnerstag, 14. April 2011
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Schulden...
Schulden zu haben ist nicht schön. Schulden zu haben ist aber gar nicht so ungewöhnlich. Ein Plasma-TV. Ein neuer Wagen. Black Jack und/ oder Nutten. Ein Haus im Grünen oder eine kleine Jacht im Blauen. Schon sind ein paar (Hundert) Tausend Euro (mehr) weg. Geld, das man eben oft nicht hat und sich daher ganz einfach leiht. Es gibt ja Easy-Credit&Co. Früher oder später dann aber die Erkenntnis: Ich stecke in einer Falle. Als arbeitsloser Arbeisloser ohne Schwarzmarkt-Rotlicht-Connections kann ich mir das alles ja gar nicht leisten. Die Zinsen fressen mich auf.
Was nun? Sich ins Ausland (z.B. nach Kamtschatka) absetzen ist eine Möglichkeit. Wer sein Dasein aber nicht als Einsiedler in einem Vierten-Welt-Land verbringen, sondern weiterhin zumindest mit fließend Wasser und Strom leben möchte, der kann auch gleich hier bleiben. Und zum Beispiel bei RTL anrufen und Peter Zwegat um Hilfe bitten. Der kommt dann auch vielleicht gleich (also ca. ein halbes Jahr und das ein oder andere Casting später) mit einem Kamera-Team inklusive Redakteur für ein paar Tage, um einem auf die Beine zu helfen bzw. immerhin einen Film zu drehen, der Quote bringt. Aber nur dann, wenn man vor laufender Kamera gerne mal weint/schreit/flucht/Scheiße redet oder einfach nur ziemlich viel "Glück" hat...
das könnte Jérôme Kerviel jedenfalls haben oder zumindest gebrauchen. Gestern wurde der französische Ex-Börsenspekulant dazu verurteilt, seiner Bank 4,5 Milliarden Euro zurückzuzahlen (warum siehe hier). Gut, diese Summe ist jetzt ein bisschen höher als der übliche Schuldenberg, der viele Menschen in den Ruin treibt und überfordert, psychisch und ganz reel. Für dieses Geld kann man schon mal das ein oder andere Jubiläums-Oktoberfest gratis veranstalten- all inklusive, insbesondere inklusive "Brot&Spiele", also Karussell, Hendl, Freibier und "ein Prosit der Gemütlichkeit"...
auch wenn der Vergleich hinkt: Kerviel, den nicht nur 77% der Franzosen (laut Wikipedia) als Opfer sehen, wird eine/ die Rechnung bezahlen müssen. Sicher, in der Berufung können seine Anwälte bestimmt noch ein paar (Hundert) Millionen Rabatt rausschlagen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Bei einem monatlichen Einkommen von 2300 Euro brutto, soviel verdient Kerviel angeblich aktuell als "Informatikberater" (ha ha), müsste man schon über Hunderttausend Jahre malochen, um die Schuld(en) zu begleichen. Schichtzuschläge und Überstunden hin oder her.
Das will doch Niemand ernsthaft wollen, abgesehen vom ach so unschuldigen (ich muss gleich kotzen) Arbeitgeber, der von seinem teuflischen Angestellten aufs Allerübelste betrogen wurde- in diesem Falle die "Société Générale". Daher mein Rat an Kerviel: Einfach Job kündigen. Beine still halten. Privatinsolvenz einleiten. Die nächsten Jahre ein bisschen langsam tun mit Black Jack und Nutten. Schwarz arbeiten. Sich dabei nicht erwischen lassen. Und/ oder Peter Zwegats französischen Kollegen um Hilfe bitten. Danach ein Buch schreiben und/ oder (Hollywood) die Geschichte verfilmen lassen. Nick Leeson hat´s doch vorgemacht.
Kopf hoch, wird schon wieder.
Was nun? Sich ins Ausland (z.B. nach Kamtschatka) absetzen ist eine Möglichkeit. Wer sein Dasein aber nicht als Einsiedler in einem Vierten-Welt-Land verbringen, sondern weiterhin zumindest mit fließend Wasser und Strom leben möchte, der kann auch gleich hier bleiben. Und zum Beispiel bei RTL anrufen und Peter Zwegat um Hilfe bitten. Der kommt dann auch vielleicht gleich (also ca. ein halbes Jahr und das ein oder andere Casting später) mit einem Kamera-Team inklusive Redakteur für ein paar Tage, um einem auf die Beine zu helfen bzw. immerhin einen Film zu drehen, der Quote bringt. Aber nur dann, wenn man vor laufender Kamera gerne mal weint/schreit/flucht/Scheiße redet oder einfach nur ziemlich viel "Glück" hat...
das könnte Jérôme Kerviel jedenfalls haben oder zumindest gebrauchen. Gestern wurde der französische Ex-Börsenspekulant dazu verurteilt, seiner Bank 4,5 Milliarden Euro zurückzuzahlen (warum siehe hier). Gut, diese Summe ist jetzt ein bisschen höher als der übliche Schuldenberg, der viele Menschen in den Ruin treibt und überfordert, psychisch und ganz reel. Für dieses Geld kann man schon mal das ein oder andere Jubiläums-Oktoberfest gratis veranstalten- all inklusive, insbesondere inklusive "Brot&Spiele", also Karussell, Hendl, Freibier und "ein Prosit der Gemütlichkeit"...
auch wenn der Vergleich hinkt: Kerviel, den nicht nur 77% der Franzosen (laut Wikipedia) als Opfer sehen, wird eine/ die Rechnung bezahlen müssen. Sicher, in der Berufung können seine Anwälte bestimmt noch ein paar (Hundert) Millionen Rabatt rausschlagen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Bei einem monatlichen Einkommen von 2300 Euro brutto, soviel verdient Kerviel angeblich aktuell als "Informatikberater" (ha ha), müsste man schon über Hunderttausend Jahre malochen, um die Schuld(en) zu begleichen. Schichtzuschläge und Überstunden hin oder her.
Das will doch Niemand ernsthaft wollen, abgesehen vom ach so unschuldigen (ich muss gleich kotzen) Arbeitgeber, der von seinem teuflischen Angestellten aufs Allerübelste betrogen wurde- in diesem Falle die "Société Générale". Daher mein Rat an Kerviel: Einfach Job kündigen. Beine still halten. Privatinsolvenz einleiten. Die nächsten Jahre ein bisschen langsam tun mit Black Jack und Nutten. Schwarz arbeiten. Sich dabei nicht erwischen lassen. Und/ oder Peter Zwegats französischen Kollegen um Hilfe bitten. Danach ein Buch schreiben und/ oder (Hollywood) die Geschichte verfilmen lassen. Nick Leeson hat´s doch vorgemacht.
Kopf hoch, wird schon wieder.
Donnerstag, 9. September 2010
Schmieren-Komödie
Öl.
Wo kommt es her? Wo will es hin? Und, wo ist es jetzt?
Ich weiß ich weiß. Alles Phrasen. Zu wenige Details (siehe hier).
Daher zurück zu den groben Fakten: das meiste schwarze Gold lagert bei den Scheichs. Überraschung. Laut SZ (29.07.10) so an die 63 Milliarden Tonnen. Zum Vergleich dazu: In Nordamerika sind´s nicht mal sechs...
Was sich die Welt aber die letzte Zeit fragt: Wohin sind eigentlich die Millionen Liter Öl im Golf von Mexiko verschwunden? Wohin das ein oder andere Kaltgetränk verschwindet, ist ja klar. Aber die 20fache Exxon-Valdez-Menge? Da es in den vergangenen Wochen verdächtig ruhig zuging im für gewöhnlich stets rauschenden (Online-)Medienblätterwald, könnte man glatt meinen, es hätte sich einfach in Luft aufgelöst...hmmm...
Daher eine Überlegung: So ganz weit unten im Meer, im Dunklen, wo so gar nichts los ist, das ist ja wohl nicht der Bringer. Da hat´s doch Nichts. Das ist doch kein Leben! Kein TV, kein Günther Jauch, kein Pizza-Service, nicht mal Internet. Da hält man´s doch nicht aus auf die Dauer, vor allem als millionenschweres Ding- fragen Sie doch mal die Paris H.!
Vielleicht hat sich das Öl deshalb einfach verpisst.
Aber nur wohin? Immer wieder diese Frage...ein Ansatz: Warum nicht mal Urlaub machen von der Tiefsee-Tristesse? Warum die Seele nicht mal in der Karibik baumeln lassen und in der Hängematte Cocktail schlürfen? Wenn schon so ein heißer Toni-Banderas-Latino das Getränk mixt. Das ist doch mal eine Perspektive.
Oder, könnte ja sein, dass man sich denkt: so heiße Temperaturen sind ja auch Nichts für mich. Da verbrennt man sich ja noch, am End´. In den Alpen kann man ja auch seinen Spaß haben. Einfach die Skier oder das Snowboard angeschnallt, und ab geht die wilde Fahrt. Und gegen Après Ski gibt´s ja auch Nichts einzuwenden...
Liebe Leser, natürlich gibt´s da Nichts einzuwenden.
Nur Folgendes: Das ist ja wohl totaler Mummpitz und grober Unfug. Jawohl, hier spricht endlich die Stimme der Vernunft, die dem ganzen Schwachsinn an dieser Stelle Einhalt gebieten muss. Öl, das Urlaub macht. Also bitte. Wie lächerlich ist das denn???
Das musste jetzt schon mal gesagt werden. Nun muss ich aber schon wieder weiter, Sie wissen ja, Zeit ist Öl, ähm, natürlich Geld. Ich gebe daher ab an meinen Presse-Sprecher, der Ihnen alle weiteren relevanten Informationen zu dem Thema geben wird:
Meine Damen und Herren, [bedeutungsschwangeres Hüsteln],
die Frage, wo denn nun die zugegebenermaßen enorme Menge an vor dem mexikanischen Golf in der Tiefsee frei herumschwimmenden, ich möchte bewusst nicht sagen herumlungernden Öls abgeblieben ist, sollte nun hinreichend beantwortet worden sein: siehe hier, Spiegel-Online.
Falls Sie sich nun als kritischer Zeitgenosse völlig zurecht fragen: "Kann das denn sein? Ist die Quelle (ha ha) des Berichts denn auch sicher?", so möchte ich Sie an dieser Stelle gerne beruhigen und darauf verweisen, dass es sich bei der Quelle um einen ganzen, halbseitigen Bericht des Fachmagazins "Science" handelt (siehe hier), welches an sich ja schon prinzipiell nicht zu hinterfragen ist. Sehen Sie! Bitte ersparen Sie sich und mir deshalb die peinvolle Mühe weiterer Recherchen. Seien Sie einfach versichert, dass die präsentierten Ergebnisse wissenschaftlich absolut fundiert und in keinster Weise durch die industrielle Lobby korrumpiert sind. Immerhin verbürgt sich dafür nicht zuletzt das "US Department of Energy" mit seinem guten Namen. Sehen Sie.
Übrigens, und falls Sie sich das auch gefragt haben sollten, die possierlichen kleinen Mikroben-Racker mit dem Heißhunger aufs Öl heißen im Fachjargon "Meeresschnee" (siehe hier). Da wird Einem doch so richtig warm ums Herz, ich weiß. Danke.
Und richtig: legitime Bedenken, wonach ein Öko-System grundsätzlich sehr fragil und die explosionsartige Vermehrung eines Organismus (und sei es nur eine Mikrobe, sind wir doch einmal ehrlich) durchaus gewaltige Auswirkungen haben kann, möchte ich zerstreuen. Schauen Sie sich doch nur noch einmal an, wie ulkig diese kleinen süßen Mikroben auf den ersten Blick, auf den Zweiten aber erschreckend gefräßig aussehen:
Sehen Sie! Na also.
Ich möchte zum Schluss aber noch darauf hinweisen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unbedingt angebracht wäre, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass man sämtliche Altöl-Reserven in den nächstbesten Gulli, See oder Ozean schütten könnte. Auch wenn Sie mir uneingeschränkt Glauben schenken dürfen, dass Wissenschaftler des "US Department of Energy" gegenwärtig fieberhaft an dieser attraktiven Recycling-Methode forschen und sich mit der kniffligen Thematik beschäftigen: Wann ist tief tief genug? Die Antwort ist nahe! Glauben Sie mir. Bis es allerdings soweit ist- es kann sich nur um eine kurze Zeit handeln- lassen wir jetzt erst einmal den Meeresschnee sein wunderbares Werk vollrichten und sorgenlos wie bisher weitermachen.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch einen sauberen Tag.
Wo kommt es her? Wo will es hin? Und, wo ist es jetzt?
Ich weiß ich weiß. Alles Phrasen. Zu wenige Details (siehe hier).
Daher zurück zu den groben Fakten: das meiste schwarze Gold lagert bei den Scheichs. Überraschung. Laut SZ (29.07.10) so an die 63 Milliarden Tonnen. Zum Vergleich dazu: In Nordamerika sind´s nicht mal sechs...
Was sich die Welt aber die letzte Zeit fragt: Wohin sind eigentlich die Millionen Liter Öl im Golf von Mexiko verschwunden? Wohin das ein oder andere Kaltgetränk verschwindet, ist ja klar. Aber die 20fache Exxon-Valdez-Menge? Da es in den vergangenen Wochen verdächtig ruhig zuging im für gewöhnlich stets rauschenden (Online-)Medienblätterwald, könnte man glatt meinen, es hätte sich einfach in Luft aufgelöst...hmmm...
Daher eine Überlegung: So ganz weit unten im Meer, im Dunklen, wo so gar nichts los ist, das ist ja wohl nicht der Bringer. Da hat´s doch Nichts. Das ist doch kein Leben! Kein TV, kein Günther Jauch, kein Pizza-Service, nicht mal Internet. Da hält man´s doch nicht aus auf die Dauer, vor allem als millionenschweres Ding- fragen Sie doch mal die Paris H.!
Vielleicht hat sich das Öl deshalb einfach verpisst.
Aber nur wohin? Immer wieder diese Frage...ein Ansatz: Warum nicht mal Urlaub machen von der Tiefsee-Tristesse? Warum die Seele nicht mal in der Karibik baumeln lassen und in der Hängematte Cocktail schlürfen? Wenn schon so ein heißer Toni-Banderas-Latino das Getränk mixt. Das ist doch mal eine Perspektive.
Oder, könnte ja sein, dass man sich denkt: so heiße Temperaturen sind ja auch Nichts für mich. Da verbrennt man sich ja noch, am End´. In den Alpen kann man ja auch seinen Spaß haben. Einfach die Skier oder das Snowboard angeschnallt, und ab geht die wilde Fahrt. Und gegen Après Ski gibt´s ja auch Nichts einzuwenden...
Liebe Leser, natürlich gibt´s da Nichts einzuwenden.
Nur Folgendes: Das ist ja wohl totaler Mummpitz und grober Unfug. Jawohl, hier spricht endlich die Stimme der Vernunft, die dem ganzen Schwachsinn an dieser Stelle Einhalt gebieten muss. Öl, das Urlaub macht. Also bitte. Wie lächerlich ist das denn???
Das musste jetzt schon mal gesagt werden. Nun muss ich aber schon wieder weiter, Sie wissen ja, Zeit ist Öl, ähm, natürlich Geld. Ich gebe daher ab an meinen Presse-Sprecher, der Ihnen alle weiteren relevanten Informationen zu dem Thema geben wird:
Meine Damen und Herren, [bedeutungsschwangeres Hüsteln],
die Frage, wo denn nun die zugegebenermaßen enorme Menge an vor dem mexikanischen Golf in der Tiefsee frei herumschwimmenden, ich möchte bewusst nicht sagen herumlungernden Öls abgeblieben ist, sollte nun hinreichend beantwortet worden sein: siehe hier, Spiegel-Online.
Falls Sie sich nun als kritischer Zeitgenosse völlig zurecht fragen: "Kann das denn sein? Ist die Quelle (ha ha) des Berichts denn auch sicher?", so möchte ich Sie an dieser Stelle gerne beruhigen und darauf verweisen, dass es sich bei der Quelle um einen ganzen, halbseitigen Bericht des Fachmagazins "Science" handelt (siehe hier), welches an sich ja schon prinzipiell nicht zu hinterfragen ist. Sehen Sie! Bitte ersparen Sie sich und mir deshalb die peinvolle Mühe weiterer Recherchen. Seien Sie einfach versichert, dass die präsentierten Ergebnisse wissenschaftlich absolut fundiert und in keinster Weise durch die industrielle Lobby korrumpiert sind. Immerhin verbürgt sich dafür nicht zuletzt das "US Department of Energy" mit seinem guten Namen. Sehen Sie.
Übrigens, und falls Sie sich das auch gefragt haben sollten, die possierlichen kleinen Mikroben-Racker mit dem Heißhunger aufs Öl heißen im Fachjargon "Meeresschnee" (siehe hier). Da wird Einem doch so richtig warm ums Herz, ich weiß. Danke.
Und richtig: legitime Bedenken, wonach ein Öko-System grundsätzlich sehr fragil und die explosionsartige Vermehrung eines Organismus (und sei es nur eine Mikrobe, sind wir doch einmal ehrlich) durchaus gewaltige Auswirkungen haben kann, möchte ich zerstreuen. Schauen Sie sich doch nur noch einmal an, wie ulkig diese kleinen süßen Mikroben auf den ersten Blick, auf den Zweiten aber erschreckend gefräßig aussehen:
Sehen Sie! Na also.
Ich möchte zum Schluss aber noch darauf hinweisen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unbedingt angebracht wäre, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass man sämtliche Altöl-Reserven in den nächstbesten Gulli, See oder Ozean schütten könnte. Auch wenn Sie mir uneingeschränkt Glauben schenken dürfen, dass Wissenschaftler des "US Department of Energy" gegenwärtig fieberhaft an dieser attraktiven Recycling-Methode forschen und sich mit der kniffligen Thematik beschäftigen: Wann ist tief tief genug? Die Antwort ist nahe! Glauben Sie mir. Bis es allerdings soweit ist- es kann sich nur um eine kurze Zeit handeln- lassen wir jetzt erst einmal den Meeresschnee sein wunderbares Werk vollrichten und sorgenlos wie bisher weitermachen.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch einen sauberen Tag.
Donnerstag, 5. August 2010
Warum die Saison endlich losgehen muss...
Der Sommer quält sich dahin, nachdem uns noch im Juli das Hitze-Hoch Karl, Paul oder Tina fest in seinem schwitzigen Griff hatte, Politik und Wirtschaft machen wie immer das was sie wollen. Pakistan schwimmt, Russland brennt und BP blutet (zu Recht). Nicht schön und nicht gut. Denn der Golf ist schon vollgetankt. Klingt plump, ist aber so.
Und überhaupt: Da fehlt doch was. Etwas mit Sinn und ohne Öl. Genau. Die Bundesliga. Und noch immer über zwei Wochen, bis es endlich losgeht. Das darf doch nicht wahr sein!!! Ist es aber. Um die Wartezeit zumindest um ein paar Minütchen zu verkürzen, hier ein paar Gründe, warum König Fußball endlich wieder sein Zepter schwingen soll, nein, MUSS:
Also, die Buli muss schnellstens wieder starten,
weil...
1.
Die WM nun schon viel zu lange vergangen ist.
Ja, lang' ist es her, die WM in, na, wo war sie nochmal gleich, ach ja, irgendwo in Amerika. Oder war es Afrika??? Wo auch immer. Nur noch schemenhaft kann ich mich erinnern, an schlechte Spiele und Entscheidungen. Und an diese vermaledeiten Stadion-Wespen. Ich rede nicht von den Bienen, die "ham scho passt", wie der Bayer zu sagen pflegt.
2.
ich nicht in der Medien-Länge und -Breite wissen will, warum es Loddar wieder einmal schlecht geht und es mich grundsätzlich nicht interessiert, wann wo und wie Spielerfrauen fremd gehen oder segeln- auch wenn der "Capitano" der böse Bube sein sollte. Und warum kenne ich überhaupt diese Geschichten, verdammt???
3.
ich dagegen sehr wohl wissen will, ob der Club mal wieder absteigt und/ oder DFB-Pokalsieger wird.
4.
die Spieler ja wohl auch unter der Saison heiraten können. Aber vielleicht ja das nächste Mal Philipp, gell! Traum-Männer hat´s ja genug in der Liga...
5.
Hollywood auch nicht die Lösung ist, Inception ausgenommen.
6.
Spiele wie der VFB gegen Molde FK (Wer? Woher? Aus Norwegen? Gibt´s da auch eine Profi-Liga?) nicht eben der Burner sind.
7.
bei der Schwimm-EM definitv Rasen und Ball fehlen. Und obwohl es die ja bei der Leichtathletik-EM sogar stellenweise gab, muss man ganz klar feststellen: Die Bälle waren zu klein und Tore nicht vorhanden.
8.
die Wirtschaft trotz Mega-Konjunkturhoch (+1,2 oder 1,3 Prozent?) weiter gestärkt werden muss, insbesondere die Bier-, Würstchen- und Kneipenwirtschaft.
9.
man im Stadion immerhin noch rauchen darf, ohne gesteinigt oder von der Gesta...nein, ich meinte natürlich Kripo abgeholt zu werden.
10.
dann doch lieber 2.Liga als U-20-WM der Frauchen. Sorry.
11.
die Wochen-Enden ohne Buli eben doch irgendwie sinnlos erscheinen...immer nur BP und Love-Parade sind ja auf Dauer doch deprimierend. Wie bitte? Man kann auch mal einen netten Ausflug ins Grüne machen, am besten mit den Kindern? Also bitte...
Fazit:
Buli, es geht einfach nicht ohne Dir. Ohne Dich ist das Leben öd´. Ich will, ich kann nicht...ohne Dich, ähm, überleben ja, aber leben?
Ach, bevor ich weiter herumstammele, lasse ich lieber die Profis mir aus dem Herz sprechen:
http://www.youtube.com/watch?v=S9aNIhxIz10
Und überhaupt: Da fehlt doch was. Etwas mit Sinn und ohne Öl. Genau. Die Bundesliga. Und noch immer über zwei Wochen, bis es endlich losgeht. Das darf doch nicht wahr sein!!! Ist es aber. Um die Wartezeit zumindest um ein paar Minütchen zu verkürzen, hier ein paar Gründe, warum König Fußball endlich wieder sein Zepter schwingen soll, nein, MUSS:
Also, die Buli muss schnellstens wieder starten,
weil...
1.
Die WM nun schon viel zu lange vergangen ist.
Ja, lang' ist es her, die WM in, na, wo war sie nochmal gleich, ach ja, irgendwo in Amerika. Oder war es Afrika??? Wo auch immer. Nur noch schemenhaft kann ich mich erinnern, an schlechte Spiele und Entscheidungen. Und an diese vermaledeiten Stadion-Wespen. Ich rede nicht von den Bienen, die "ham scho passt", wie der Bayer zu sagen pflegt.
2.
ich nicht in der Medien-Länge und -Breite wissen will, warum es Loddar wieder einmal schlecht geht und es mich grundsätzlich nicht interessiert, wann wo und wie Spielerfrauen fremd gehen oder segeln- auch wenn der "Capitano" der böse Bube sein sollte. Und warum kenne ich überhaupt diese Geschichten, verdammt???
3.
ich dagegen sehr wohl wissen will, ob der Club mal wieder absteigt und/ oder DFB-Pokalsieger wird.
4.
die Spieler ja wohl auch unter der Saison heiraten können. Aber vielleicht ja das nächste Mal Philipp, gell! Traum-Männer hat´s ja genug in der Liga...
5.
Hollywood auch nicht die Lösung ist, Inception ausgenommen.
6.
Spiele wie der VFB gegen Molde FK (Wer? Woher? Aus Norwegen? Gibt´s da auch eine Profi-Liga?) nicht eben der Burner sind.
7.
bei der Schwimm-EM definitv Rasen und Ball fehlen. Und obwohl es die ja bei der Leichtathletik-EM sogar stellenweise gab, muss man ganz klar feststellen: Die Bälle waren zu klein und Tore nicht vorhanden.
8.
die Wirtschaft trotz Mega-Konjunkturhoch (+1,2 oder 1,3 Prozent?) weiter gestärkt werden muss, insbesondere die Bier-, Würstchen- und Kneipenwirtschaft.
9.
man im Stadion immerhin noch rauchen darf, ohne gesteinigt oder von der Gesta...nein, ich meinte natürlich Kripo abgeholt zu werden.
10.
dann doch lieber 2.Liga als U-20-WM der Frauchen. Sorry.
11.
die Wochen-Enden ohne Buli eben doch irgendwie sinnlos erscheinen...immer nur BP und Love-Parade sind ja auf Dauer doch deprimierend. Wie bitte? Man kann auch mal einen netten Ausflug ins Grüne machen, am besten mit den Kindern? Also bitte...
Fazit:
Buli, es geht einfach nicht ohne Dir. Ohne Dich ist das Leben öd´. Ich will, ich kann nicht...ohne Dich, ähm, überleben ja, aber leben?
Ach, bevor ich weiter herumstammele, lasse ich lieber die Profis mir aus dem Herz sprechen:
http://www.youtube.com/watch?v=S9aNIhxIz10
Freitag, 21. Mai 2010
Bad Bad Banker
Seit geraumer Zeit ist es ja en vogue, den Berufsstand der Banker komplett zu diffamieren oder, um es auf neudeutsch zu formulieren: zu "bashen" (Achtung, das wird nicht der letzte Anglizisimus gewesen sein in diesem Text).
Wenn es aber um ganze Volkswirtschaften und nicht nur ein paar, sondern ein paar mehr Milliarden und Nullen vor dem Komma geht, wird da nicht mehr so genau differenziert...eine kurze Revue der Bilder und Assoziationen, die gegenwärtig öffentlich über viele Kanäle kursieren: Erst einmal sind alle Banker böse. Böse und gemein. Und asozial sowieso. Ganz klar. Banker verspekulieren und verzocken nicht nur unser Geld, sondern sind auch Finanz-Terroristen, die unsere westliche Zivilisation mit ihren üblen "Kampfmitteln" bedrohen und attackieren. Eine echte Konkurrenz zu Osama&Co also. Diese Einschätzungen stammen unter anderem von der Linken (Lötsch/ Wagenknecht) und aus dem Kabarett (Georg Schramm).
Damit es nicht langweilig wird, möchte ich an dieser Stelle zwei weitere Vorschläge machen: Wie wäre es denn mal zur Abwechslung, Banker nicht immer nur als moralisch verdorbene Gangster zu betrachten, denen Nichts außer ihrer Gier heilig ist? In diesem Zusammenhang würde es sich doch geradezu anbieten, sie gleich als Vampire zu deklarieren: Gestalten der Nacht, die uns armen, unschuldigen Bürgern und Ländern das Blut (Cash) aus den Adern (Währung/ Depot) saugen. Lechzt der Banker nicht nach dem Profit wie der sinistre Graf nach einem Gläschen oder einem Fläschen frisch gezapftes Sanguis? Der Banker als ein echter Finsterling, der weniger Mensch, sondern ein richtiges, leibhaftiges Ungeheuer ist.
Das Bild gefällt mir. Vampire sind ja mächtige Wesen. Deutlich mächtiger zumindest als in feuchten Höhlen lebendende Islamisten. Wobei es da ja schon wieder Parallen gibt: Vampire scheuen wie Terroristen in Afghanistan (zumeist) das Tageslicht. Ja, daran kommt man nicht vorbei, am zentralen Grundmotiv der Dunkelheit...
Wie wäre es denn, um einen weiteren Vorschlag zu unterbreiten, sich den Banker an sich gleich als Dämon vorzustellen? Natürlich nicht als einen guten Griechischen (siehe Wikipedia und Antike), schon eher als Christlichen, als einen "gefallenen Engel", der vom rechten Weg abgekommen ist? Ackermann als einer der Fürsten der Finsternis? Das hat was. Das ist konsequent. Und filmreif. Das ist das Vampir-Terrorthema zwar auch, aber es gibt aktuell ja schon die "Vampire Diarrhös". Da ist der Markt wohl bis auf Weiteres gesättigt. Und Hollywood könnte dann endlich auch den längst überfälligen dritten Teil der "Ghostbusters" drehen. Bill Murray als Anführer der mittlerweile altersweisen Geisterjäger versus Mickey Rourke als Ober-Dämon (Chef einer großen Investmentbank). Warum nicht. Bei Rourke müsste die Maske auch keine Extraschichten fahren. Und eine Szene wie das große Finale auf dem Penthouse eines Skyscrapers in Los Angeles (man beachte die plumpe Anspielung im Kontext), in der sich die beiden Heroes gegenüberstehen, will man sich ja nun wirklich nicht entgehen lassen. Umso weniger, wenn es dazu Dialoge in der Art gibt- Murray: "Es ist vorbei, Akerman, Du hast deinen letzten Credit Default Swap ausgeschissen!", Rourke: "Ha, ihr kriegt mich nie, ihr Idioten! Ihr habt wohl meinen Hedgefonds in Peking vergessen, Ha ha ha!". Und dann die Protonenstrahler effektreich für ein Happy End und eine bankerfreie Welt sorgen...
Wenn es aber um ganze Volkswirtschaften und nicht nur ein paar, sondern ein paar mehr Milliarden und Nullen vor dem Komma geht, wird da nicht mehr so genau differenziert...eine kurze Revue der Bilder und Assoziationen, die gegenwärtig öffentlich über viele Kanäle kursieren: Erst einmal sind alle Banker böse. Böse und gemein. Und asozial sowieso. Ganz klar. Banker verspekulieren und verzocken nicht nur unser Geld, sondern sind auch Finanz-Terroristen, die unsere westliche Zivilisation mit ihren üblen "Kampfmitteln" bedrohen und attackieren. Eine echte Konkurrenz zu Osama&Co also. Diese Einschätzungen stammen unter anderem von der Linken (Lötsch/ Wagenknecht) und aus dem Kabarett (Georg Schramm).
Damit es nicht langweilig wird, möchte ich an dieser Stelle zwei weitere Vorschläge machen: Wie wäre es denn mal zur Abwechslung, Banker nicht immer nur als moralisch verdorbene Gangster zu betrachten, denen Nichts außer ihrer Gier heilig ist? In diesem Zusammenhang würde es sich doch geradezu anbieten, sie gleich als Vampire zu deklarieren: Gestalten der Nacht, die uns armen, unschuldigen Bürgern und Ländern das Blut (Cash) aus den Adern (Währung/ Depot) saugen. Lechzt der Banker nicht nach dem Profit wie der sinistre Graf nach einem Gläschen oder einem Fläschen frisch gezapftes Sanguis? Der Banker als ein echter Finsterling, der weniger Mensch, sondern ein richtiges, leibhaftiges Ungeheuer ist.
Das Bild gefällt mir. Vampire sind ja mächtige Wesen. Deutlich mächtiger zumindest als in feuchten Höhlen lebendende Islamisten. Wobei es da ja schon wieder Parallen gibt: Vampire scheuen wie Terroristen in Afghanistan (zumeist) das Tageslicht. Ja, daran kommt man nicht vorbei, am zentralen Grundmotiv der Dunkelheit...
Wie wäre es denn, um einen weiteren Vorschlag zu unterbreiten, sich den Banker an sich gleich als Dämon vorzustellen? Natürlich nicht als einen guten Griechischen (siehe Wikipedia und Antike), schon eher als Christlichen, als einen "gefallenen Engel", der vom rechten Weg abgekommen ist? Ackermann als einer der Fürsten der Finsternis? Das hat was. Das ist konsequent. Und filmreif. Das ist das Vampir-Terrorthema zwar auch, aber es gibt aktuell ja schon die "Vampire Diarrhös". Da ist der Markt wohl bis auf Weiteres gesättigt. Und Hollywood könnte dann endlich auch den längst überfälligen dritten Teil der "Ghostbusters" drehen. Bill Murray als Anführer der mittlerweile altersweisen Geisterjäger versus Mickey Rourke als Ober-Dämon (Chef einer großen Investmentbank). Warum nicht. Bei Rourke müsste die Maske auch keine Extraschichten fahren. Und eine Szene wie das große Finale auf dem Penthouse eines Skyscrapers in Los Angeles (man beachte die plumpe Anspielung im Kontext), in der sich die beiden Heroes gegenüberstehen, will man sich ja nun wirklich nicht entgehen lassen. Umso weniger, wenn es dazu Dialoge in der Art gibt- Murray: "Es ist vorbei, Akerman, Du hast deinen letzten Credit Default Swap ausgeschissen!", Rourke: "Ha, ihr kriegt mich nie, ihr Idioten! Ihr habt wohl meinen Hedgefonds in Peking vergessen, Ha ha ha!". Und dann die Protonenstrahler effektreich für ein Happy End und eine bankerfreie Welt sorgen...
Dienstag, 13. April 2010
Hilfe!
Kanzlerin Merkel hat wieder einmal Alles gegeben. Für Deutschland. Gegen Griechenland. Es war ein harter Kampf mit heißen Worthülsen-Gefechten. Am Anfang und vor ein paar Wochen stand noch das "Non" der eisernen deutschen Lady wie das Amen in der halbleeren Kirche (Promillewert des Pfarrers unbekannt).
Gestern wurde aber bekannt (siehe Spiegel Online), dass die deutschen Steuerzahler dann doch acht der dreißig Milliarden (also ca. 27%) an Finanzhilfe für unsere griechischen Freunde übernehmen müssen. Gut, jetzt könnte man meinen, dass das ein doch etwas großer Betrag ist bei einer EU-Mitgliederzahl von 27 und nicht etwa 3 oder 4 oder so. Doch wir Deutschen können´s uns ja leisten. Wir konnten uns ja auch die ein oder andere Landesbank und Hyporeal leisten. Was sind da schon weitere acht bescheidene Milliarden? Freunden in Not hilft man eben. Eben.
Nur: Es gibt aber weitere Härte- und Notfälle, nicht nur im Aus- sondern auch im Inland. Strukturschwache Regionen am Rande des Abgrunds. Ohne Milliarden Stütze so gut wie verloren. Ja, ich muss es sagen, da es mir eine Herzensangelegenheit ist: Frau Merkel, retten Sie Franken! Sehen Sie denn nicht das Elend? Als Mittelfranke weiß ich ja wohl, wovon ich rede. Gerade Nürnberg muss subventioniert und den Menschen vor Ort geholfen werden. Nach dem Weggang von Misimovic&Co. und dem Niedergang von Grundig, AEG und Quelle und einer gefühlten Arbeitslosenquote von über 20 Prozent- das ist das Doppelte Griechenlands- wäre es ja mal an der Zeit, Etwas zu unternehmen. Von der Ingolstädter Flachzange Seehofer ist ja eh Nichts zu erwarten, außer klaren Widersprüchen (siehe hier).
Franken hätte es ja wohl allemal verdient, wiederaufgebaut zu werden. Wer hat denn nicht nur das Schäuffele, sondern auch Frankreich, die Schweizer Währung und Lothar Matthäus erfunden??? Na Na! Wer hat denn 1990 die deutsche Nationalmannschaft fast im Alleingang zum Weltmeistertitel geführt (siehe hier)? Und wo wir gerade bei Italien sind: Wer hat denn damals den Römern am Limes den Arsch versohlt? Und was wäre aus uns geworden, wenn es nicht so gewesen wäre? Am End´gar ein kultiviertes Volk der Dichter und Denker? Also bitte. Das kann ja wohl Niemand so recht haben wollen.
Damit das aber auch so bleibt, fordere ich ein Milliardenpaket an Soforthilfe und eine Schäuffele-Flatrate für alle Franken. Das ist aber noch nicht Alles. Der FCN könnte auch mal ein paar gestandene Spieler wie Messi oder Xavi vertragen. Sofort. Die zweihundert Millionen machen das Nürnberger Würstlaskraut ja wohl auch nicht mehr fett. Denn es ist nicht auszumalen, was passieren könnte, wenn die letzte Bastion (zum achten Mal) fällt und der Glubb absteigt! Brennende Autos. Weinende Kinder. Aus Fenstern im Erdgeschoss springende Menschen. Hoffnungslose und hoffnungslos betrunkene Fans- gut, das ist zwar nach jedem Spiel so, gerade Auswärts, ändert aber nichts am Punkt: Wer Griechenland rettet, muss auch Franken retten, da führt kein Weg vorbei. Vielleicht auch noch den ganzen Osten, da könnte man ja mal bei einem Schäuffele drüber reden!
Wie? Der Doktor meint, ich müsste jetzt wieder meine Jacke anziehen? Also bitte...
Gestern wurde aber bekannt (siehe Spiegel Online), dass die deutschen Steuerzahler dann doch acht der dreißig Milliarden (also ca. 27%) an Finanzhilfe für unsere griechischen Freunde übernehmen müssen. Gut, jetzt könnte man meinen, dass das ein doch etwas großer Betrag ist bei einer EU-Mitgliederzahl von 27 und nicht etwa 3 oder 4 oder so. Doch wir Deutschen können´s uns ja leisten. Wir konnten uns ja auch die ein oder andere Landesbank und Hyporeal leisten. Was sind da schon weitere acht bescheidene Milliarden? Freunden in Not hilft man eben. Eben.
Nur: Es gibt aber weitere Härte- und Notfälle, nicht nur im Aus- sondern auch im Inland. Strukturschwache Regionen am Rande des Abgrunds. Ohne Milliarden Stütze so gut wie verloren. Ja, ich muss es sagen, da es mir eine Herzensangelegenheit ist: Frau Merkel, retten Sie Franken! Sehen Sie denn nicht das Elend? Als Mittelfranke weiß ich ja wohl, wovon ich rede. Gerade Nürnberg muss subventioniert und den Menschen vor Ort geholfen werden. Nach dem Weggang von Misimovic&Co. und dem Niedergang von Grundig, AEG und Quelle und einer gefühlten Arbeitslosenquote von über 20 Prozent- das ist das Doppelte Griechenlands- wäre es ja mal an der Zeit, Etwas zu unternehmen. Von der Ingolstädter Flachzange Seehofer ist ja eh Nichts zu erwarten, außer klaren Widersprüchen (siehe hier).
Franken hätte es ja wohl allemal verdient, wiederaufgebaut zu werden. Wer hat denn nicht nur das Schäuffele, sondern auch Frankreich, die Schweizer Währung und Lothar Matthäus erfunden??? Na Na! Wer hat denn 1990 die deutsche Nationalmannschaft fast im Alleingang zum Weltmeistertitel geführt (siehe hier)? Und wo wir gerade bei Italien sind: Wer hat denn damals den Römern am Limes den Arsch versohlt? Und was wäre aus uns geworden, wenn es nicht so gewesen wäre? Am End´gar ein kultiviertes Volk der Dichter und Denker? Also bitte. Das kann ja wohl Niemand so recht haben wollen.
Damit das aber auch so bleibt, fordere ich ein Milliardenpaket an Soforthilfe und eine Schäuffele-Flatrate für alle Franken. Das ist aber noch nicht Alles. Der FCN könnte auch mal ein paar gestandene Spieler wie Messi oder Xavi vertragen. Sofort. Die zweihundert Millionen machen das Nürnberger Würstlaskraut ja wohl auch nicht mehr fett. Denn es ist nicht auszumalen, was passieren könnte, wenn die letzte Bastion (zum achten Mal) fällt und der Glubb absteigt! Brennende Autos. Weinende Kinder. Aus Fenstern im Erdgeschoss springende Menschen. Hoffnungslose und hoffnungslos betrunkene Fans- gut, das ist zwar nach jedem Spiel so, gerade Auswärts, ändert aber nichts am Punkt: Wer Griechenland rettet, muss auch Franken retten, da führt kein Weg vorbei. Vielleicht auch noch den ganzen Osten, da könnte man ja mal bei einem Schäuffele drüber reden!
Wie? Der Doktor meint, ich müsste jetzt wieder meine Jacke anziehen? Also bitte...
Mittwoch, 3. März 2010
Angebote
Die Kirchen. Gerade in letzter Zeit hat sich ihr Image ja nicht gerade verbessert. Notgeile, pädophile Priester, betrunkene bischöfliche Autofahrer(innen), aktuell sogar Kloster-Razzien. Das ist ja, wie z.B. ordentlicher Alkoholkonsum beim Bund, so neu auch wieder nicht, die Razzien vielleicht mal ausgenommen.
Dass aber innerhalb weniger Wochen so viel ans öffentliche Tageslicht gerät, ist schon bemerkenswert. Vielleicht doch ein Wink des Schicksals oder gar von ganz Oben/ Unten? Zweifelsfrei kann man feststellen, dass die Kirchen ideologisch ihrer Zeit hinterherlaufen, und zwar nicht erst seit Gestern...daher wäre es vielleicht für die „Glaubens-Kreise“ mal an der Zeit, endlich ihre Dogmen zu überdenken, um im Dritten Jahrtausend anzukommen.
Ein Denk-Ansatz: Warum nicht mal die zehn Gebote inhaltich etwas aufpeppen, die alten Tafeln abnehmen und durch interaktive Touchscreens an den Kirchenwänden ersetzen?
Wie wär´s beispielsweise damit:
1.
"Ich fänd´s schön, wenn Du neben mir nur zwei bis drei weitere Götter hättest. Schöne Grüße übrigens an Mehmet und Mammon, die alten Kackbrazzen!"
2.
"Du solltest meinen Namen nicht allzu oft missbrauchen- wofür habe ich denn profane Schimpfwörter und Slang erfunden, Keule?!"
3.
"Am Feiertag bitte Doppelschichten wo möglich meiden."
4.
"Sofern Du deine Eltern kennst, dann sei doch bitte nett zu Ihnen- und einen Altersheimbesuch in Ehren, wer kann den schon verwehren?"
5.
"Töten? Bitte nur auf der Playstation. Ansonsten können wir doch in Ruhe über Alles skypen oder online beim gemeinsamen Egoshooten chatten."
6.
"Wenn Du Dich schon für die Ehe entschieden hast und Du kein Politiker, Manager oder (Ex-)Leistungssportler bist, dann sei doch bitte so nett und halte Dich doch an die Regeln. Außerdem könntest Du echt öfters mal den Müll runterbringen."
7.
"Lass Dich beim Stehlen bitte nicht erwischen!"
8.
"Bitte nicht mehr als zehn Mal am Tag lügen, Notlügen zur Verbesserung der eigenen Lebenssituation natürlich ausgenommen (ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit)."
9.
"Du sollst als Großgrundbesitzer nicht begehren deines Nächsten Haus- Du hast doch schon genug."
10.
"Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, es sei denn, sie ist einfach ein scharfes Gerät (sind wir doch mal ehrlich) und/ oder der Alte checkt es eh nicht mehr (Jopi)."
Support:
Hast Du Fragen oder weißt Du einfach nicht weiter: maile mir 24/7 einfach unter Hotline 1 oder, falls besetzt, Hotline 2.
Alle Angebote Denkansätze und ohne Gewähr.
Ansonsten gilt wie immer: Benedetto, übernehmen Sie!
Dass aber innerhalb weniger Wochen so viel ans öffentliche Tageslicht gerät, ist schon bemerkenswert. Vielleicht doch ein Wink des Schicksals oder gar von ganz Oben/ Unten? Zweifelsfrei kann man feststellen, dass die Kirchen ideologisch ihrer Zeit hinterherlaufen, und zwar nicht erst seit Gestern...daher wäre es vielleicht für die „Glaubens-Kreise“ mal an der Zeit, endlich ihre Dogmen zu überdenken, um im Dritten Jahrtausend anzukommen.
Ein Denk-Ansatz: Warum nicht mal die zehn Gebote inhaltich etwas aufpeppen, die alten Tafeln abnehmen und durch interaktive Touchscreens an den Kirchenwänden ersetzen?
Wie wär´s beispielsweise damit:
1.
"Ich fänd´s schön, wenn Du neben mir nur zwei bis drei weitere Götter hättest. Schöne Grüße übrigens an Mehmet und Mammon, die alten Kackbrazzen!"
2.
"Du solltest meinen Namen nicht allzu oft missbrauchen- wofür habe ich denn profane Schimpfwörter und Slang erfunden, Keule?!"
3.
"Am Feiertag bitte Doppelschichten wo möglich meiden."
4.
"Sofern Du deine Eltern kennst, dann sei doch bitte nett zu Ihnen- und einen Altersheimbesuch in Ehren, wer kann den schon verwehren?"
5.
"Töten? Bitte nur auf der Playstation. Ansonsten können wir doch in Ruhe über Alles skypen oder online beim gemeinsamen Egoshooten chatten."
6.
"Wenn Du Dich schon für die Ehe entschieden hast und Du kein Politiker, Manager oder (Ex-)Leistungssportler bist, dann sei doch bitte so nett und halte Dich doch an die Regeln. Außerdem könntest Du echt öfters mal den Müll runterbringen."
7.
"Lass Dich beim Stehlen bitte nicht erwischen!"
8.
"Bitte nicht mehr als zehn Mal am Tag lügen, Notlügen zur Verbesserung der eigenen Lebenssituation natürlich ausgenommen (ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit)."
9.
"Du sollst als Großgrundbesitzer nicht begehren deines Nächsten Haus- Du hast doch schon genug."
10.
"Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, es sei denn, sie ist einfach ein scharfes Gerät (sind wir doch mal ehrlich) und/ oder der Alte checkt es eh nicht mehr (Jopi)."
Support:
Hast Du Fragen oder weißt Du einfach nicht weiter: maile mir 24/7 einfach unter Hotline 1 oder, falls besetzt, Hotline 2.
Alle Angebote Denkansätze und ohne Gewähr.
Ansonsten gilt wie immer: Benedetto, übernehmen Sie!
Freitag, 12. Februar 2010
Refugien der Ruhe
Die Industriegesellschaft ist Vergangenheit. Wo gestern noch schweißige Leiber und klebrige Staublungen, da heute hippe Events und Sektempfänglichkeiten. Aus Ruhr wird Kultur.
Daneben dreht sich Alles, wie wir ja wissen, um Dienstleistung, Service und: Life Style. Bald werden wir beim Friseur nicht mehr nur noch unsre Haare schneiden und Köpfe massieren lassen, nicht nur Mélange schlürfen und in gechillter Clubatmosphäre House hören, sondern uns auch z.B. an einem Fünf-Gänge-Menue delektieren können, inklusive ausgiebiger Weinprobe, versteht sich. Vielleicht gibt´s das ja aber auch schon...egal.
Was viel wichtiger ist- auch in diesem Blog muss dem Service-Charakter nun und endlich unbedingt umgehend Rechnung getragen werden:
Wer kennt es nicht? Privat wie beruflich Termine über Termine, gott- und/ oder von Kunden/ Freunden(innen) vorgegebene "Deadlines". Dazu die üblichen Meetings und Briefings. Grade steht man noch in der Büro-Lounge, um einmal durchzuschnaufen und sich ne Latte zu machen, da materialisiert sich plötzlich der Vorgesetzte, um Einen einen Stapel Papier in die Hand oder einen mündlichen Auftrag aufs Auge zu drücken. "Machen se mal". Selbstverständlich Just in Time. Also am besten bis Gestern. Immer wieder hört man da im Kollegenkreis verständlicherweise "ich bin reif für die Insel". Doch nur die Wenigsten können sich eben Eine leisten, und das nicht einmal in Kanada- Jörg Pilawa mal ausgenommen. Aber auch der wohlverdiente Ballermann-/Kultur-Urlaub bleibt da nicht selten auf der Strecke. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so Narr, um Berlusconi zu zitieren.
Im Folgenden, und da sowas wie Charts und Tops (z.B. die Top 5-10 "steilsten Klippen", "fettesten Fette", "beliebtesten Politiker", "was auch immer") ja immer gut ankommen, seien deshalb einige Refugien genannt, die für Jedermann ohne große Reisekosten zugänglich sind- d.h. entweder vor Ort oder gar Zuhause- und die dafür sorgen, dass sich die Hektik für eine kurze oder lange Weile in Ruhe und Frieden verwandelt.
1.
Als Arzt hat man viele Patienten, Überstunden en masse. Was tun, bei all dem Gebrechen? Ganz einfach: Warum in einer freien Minute nicht einmal in den nächstbesten Kernspin (hier einsteigen)? Übrigens ist diese Methode auch für Nicht-Ärzte empfehlenswert. Nur eine Überweisung zum Radiologen und ab dafür! Zusätzlich zum beengend wohlig knappen Platz erwartet Einen im Luxus-Kanal gratis ein avantgardistisch-hypnotisches Klopfkonzert der Extra-Klasse, das Einen in kürzester Zeit alle (anderen) Sorgen vergessen lässt. Wer hier nicht Ruhe und Entspannung oder gar Inspiration für innovative Motetten- oder Jogurettenmusik findet, wo dann?
2.
Ein weiterer Klassiker: Die Wohlfühl-Grube. Auch in Ihrer Nähe. Hier lautet die Devise: Reinlegen und abschalten. Die neiderfüllten Blicke Ihrer Mitmenschen sind Ihnen todsicher.
3.
Auch in den eigenen vier Wänden gibt es Möglichkeiten, sich der häuslichen Hektik zu entziehen: bitte klicken. Also: rein mit dem Gekröse, Deckel zu. Und auf einmal ist Alles ganz cool. Und zu snacken gibt´s auch reichlich- wenn man Glück, einen Plan oder gar eine(n) fürsorgliche Frau/ Mann hat.
4.
Fortgeschrittene können jederzeit zum Hörer greifen und versuchen, ihrem DSL-Anbieter ein fingiertes Problem zu schildern. Der Weg ist das Ziel, denn dadurch kann man das ein oder andere Stündchen in der Warteschleife genießen- in aller Ruhe und bei feinster Fahrstuhlmusik (James Blunt). Aktive Erholung garantiert.
5.
Die gute alte Warteschlange. Leider außer Mode gekommen, könnte man hier doch den ganzen Alltagsstress hinter sich lassen und sich aufs Wesentliche konzentrieren. Am Besten zur Rush Hour in der Innenstadt (nicht Tengelmann) im günstigsten Super-Markt oder dem örtlichen Arbeitsamt (niemals vor 10 Uhr!!!) ausprobieren, sich einreihen und völlig frei fühlen!
6.
Wem alle vorangegangenen Tipps aus irgendwelchen Gründen nicht zusagen oder wem die ganze Alltagshektik sowieso schon längst auf den Zeiger geht, der sollte sich einfach mal eine kleine Auszeit nehmen (3-5 Jahre). Einfach mal ein wenig crazy sein, Steuern hinterziehen und es zur Abwechslung (Achtung, Trend!) mal dem Finanzamt melden oder als Abgeordneter während einer Rede im Bundestag nicht den Sonnen-, sondern Hitlergruß präsentieren. Wer Glück hat, der kann sich dann bei ausgiebiger Lektüre der Weltliteratur (Grisham&Co.) in puristischem Ambiente erholen und die gewonnene Freiheit genießen. Und das sogar auf Staatskosten!
Wer möchte, der kann mir gerne sein persönliches Lieblings-Refugium aus der Liste nennen. Oder ein Selbstgewähltes. So oder so wäre das auf jeden Fall ganz "prima" (Dr. Cox, "Scrubs").
Daneben dreht sich Alles, wie wir ja wissen, um Dienstleistung, Service und: Life Style. Bald werden wir beim Friseur nicht mehr nur noch unsre Haare schneiden und Köpfe massieren lassen, nicht nur Mélange schlürfen und in gechillter Clubatmosphäre House hören, sondern uns auch z.B. an einem Fünf-Gänge-Menue delektieren können, inklusive ausgiebiger Weinprobe, versteht sich. Vielleicht gibt´s das ja aber auch schon...egal.
Was viel wichtiger ist- auch in diesem Blog muss dem Service-Charakter nun und endlich unbedingt umgehend Rechnung getragen werden:
Wer kennt es nicht? Privat wie beruflich Termine über Termine, gott- und/ oder von Kunden/ Freunden(innen) vorgegebene "Deadlines". Dazu die üblichen Meetings und Briefings. Grade steht man noch in der Büro-Lounge, um einmal durchzuschnaufen und sich ne Latte zu machen, da materialisiert sich plötzlich der Vorgesetzte, um Einen einen Stapel Papier in die Hand oder einen mündlichen Auftrag aufs Auge zu drücken. "Machen se mal". Selbstverständlich Just in Time. Also am besten bis Gestern. Immer wieder hört man da im Kollegenkreis verständlicherweise "ich bin reif für die Insel". Doch nur die Wenigsten können sich eben Eine leisten, und das nicht einmal in Kanada- Jörg Pilawa mal ausgenommen. Aber auch der wohlverdiente Ballermann-/Kultur-Urlaub bleibt da nicht selten auf der Strecke. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so Narr, um Berlusconi zu zitieren.
Im Folgenden, und da sowas wie Charts und Tops (z.B. die Top 5-10 "steilsten Klippen", "fettesten Fette", "beliebtesten Politiker", "was auch immer") ja immer gut ankommen, seien deshalb einige Refugien genannt, die für Jedermann ohne große Reisekosten zugänglich sind- d.h. entweder vor Ort oder gar Zuhause- und die dafür sorgen, dass sich die Hektik für eine kurze oder lange Weile in Ruhe und Frieden verwandelt.
1.
Als Arzt hat man viele Patienten, Überstunden en masse. Was tun, bei all dem Gebrechen? Ganz einfach: Warum in einer freien Minute nicht einmal in den nächstbesten Kernspin (hier einsteigen)? Übrigens ist diese Methode auch für Nicht-Ärzte empfehlenswert. Nur eine Überweisung zum Radiologen und ab dafür! Zusätzlich zum beengend wohlig knappen Platz erwartet Einen im Luxus-Kanal gratis ein avantgardistisch-hypnotisches Klopfkonzert der Extra-Klasse, das Einen in kürzester Zeit alle (anderen) Sorgen vergessen lässt. Wer hier nicht Ruhe und Entspannung oder gar Inspiration für innovative Motetten- oder Jogurettenmusik findet, wo dann?
2.
Ein weiterer Klassiker: Die Wohlfühl-Grube. Auch in Ihrer Nähe. Hier lautet die Devise: Reinlegen und abschalten. Die neiderfüllten Blicke Ihrer Mitmenschen sind Ihnen todsicher.
3.
Auch in den eigenen vier Wänden gibt es Möglichkeiten, sich der häuslichen Hektik zu entziehen: bitte klicken. Also: rein mit dem Gekröse, Deckel zu. Und auf einmal ist Alles ganz cool. Und zu snacken gibt´s auch reichlich- wenn man Glück, einen Plan oder gar eine(n) fürsorgliche Frau/ Mann hat.
4.
Fortgeschrittene können jederzeit zum Hörer greifen und versuchen, ihrem DSL-Anbieter ein fingiertes Problem zu schildern. Der Weg ist das Ziel, denn dadurch kann man das ein oder andere Stündchen in der Warteschleife genießen- in aller Ruhe und bei feinster Fahrstuhlmusik (James Blunt). Aktive Erholung garantiert.
5.
Die gute alte Warteschlange. Leider außer Mode gekommen, könnte man hier doch den ganzen Alltagsstress hinter sich lassen und sich aufs Wesentliche konzentrieren. Am Besten zur Rush Hour in der Innenstadt (nicht Tengelmann) im günstigsten Super-Markt oder dem örtlichen Arbeitsamt (niemals vor 10 Uhr!!!) ausprobieren, sich einreihen und völlig frei fühlen!
6.
Wem alle vorangegangenen Tipps aus irgendwelchen Gründen nicht zusagen oder wem die ganze Alltagshektik sowieso schon längst auf den Zeiger geht, der sollte sich einfach mal eine kleine Auszeit nehmen (3-5 Jahre). Einfach mal ein wenig crazy sein, Steuern hinterziehen und es zur Abwechslung (Achtung, Trend!) mal dem Finanzamt melden oder als Abgeordneter während einer Rede im Bundestag nicht den Sonnen-, sondern Hitlergruß präsentieren. Wer Glück hat, der kann sich dann bei ausgiebiger Lektüre der Weltliteratur (Grisham&Co.) in puristischem Ambiente erholen und die gewonnene Freiheit genießen. Und das sogar auf Staatskosten!
Wer möchte, der kann mir gerne sein persönliches Lieblings-Refugium aus der Liste nennen. Oder ein Selbstgewähltes. So oder so wäre das auf jeden Fall ganz "prima" (Dr. Cox, "Scrubs").
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Es weihnachtet sehr in der Irrenanstalt
Dass im Fernsehen häufig und quotenstark Sinnloses lief und läuft, ist ja nichts Neues. Freunde des gepflegten Kabaretts guck(t)en bei all der bildergewaltigen Müll-Flut oft in die Röhre. Zum Glück gibt es aber im ZDF das Format "Neues aus der Anstalt" (Infos zur Sendung) als womöglich legitimen Nachfolger des "Scheibenwischers". Was aus dem wurde (der "Satire-Gipfel"), ist nicht wirklich der Rede wert. Nur soviel: Dieter Hildebrandt hat schon gewusst, warum er dem Nachfolge-Format in der ARD weder seinen Segen geben noch den Namen seiner Kultsendung überlassen wollte.
Am Dienstag lief auf jeden Fall die extralange Weihachtsausgabe der Anstalt, die ja nicht aus Mainz, sondern München gesendet wird. Dem Dieter und der "Lach- und Schießgesellschaft" zum Wohlgefallen, möchte ich vermuten. Denn hier gibt es noch echtes politisches Kabarett: bissig, intelligent, schonungslos. Und zum Frohen Fest sogar mit einem Krippenspiel der etwas anderen Art.
Thematisch wurden selbstverständlich keine relevanten Baustellen ausgelassen, siehe das Schweizer Minarett-Verbot, den Nikolaus-Sturz durch Koch&Co., die Bad Banker, Afghanistan und und und...Danke Urban Priol&Gäste. Und ein Extra-Dank an Georg Schramm. Der ließ es sich dieses Mal und in seiner Rolle als Patientensprecher nicht nehmen, Klartext zum Thema "Piraten in Somalia" zu sprechen. Reflektiert und auf den Punkt- wie immer.
Gut zu wissen, dass neben all dem Quatsch-Comedy-Gedöns auch noch ernster Humor und echte Satire eine Nische hat im deutschen Fernsehen. Und dass man die Sendung jederzeit über die ZDF-Mediathek abrufen kann.
Zum Weihnachtsfest: Neues aus der Anstalt
Am Dienstag lief auf jeden Fall die extralange Weihachtsausgabe der Anstalt, die ja nicht aus Mainz, sondern München gesendet wird. Dem Dieter und der "Lach- und Schießgesellschaft" zum Wohlgefallen, möchte ich vermuten. Denn hier gibt es noch echtes politisches Kabarett: bissig, intelligent, schonungslos. Und zum Frohen Fest sogar mit einem Krippenspiel der etwas anderen Art.
Thematisch wurden selbstverständlich keine relevanten Baustellen ausgelassen, siehe das Schweizer Minarett-Verbot, den Nikolaus-Sturz durch Koch&Co., die Bad Banker, Afghanistan und und und...Danke Urban Priol&Gäste. Und ein Extra-Dank an Georg Schramm. Der ließ es sich dieses Mal und in seiner Rolle als Patientensprecher nicht nehmen, Klartext zum Thema "Piraten in Somalia" zu sprechen. Reflektiert und auf den Punkt- wie immer.
Gut zu wissen, dass neben all dem Quatsch-Comedy-Gedöns auch noch ernster Humor und echte Satire eine Nische hat im deutschen Fernsehen. Und dass man die Sendung jederzeit über die ZDF-Mediathek abrufen kann.
Zum Weihnachtsfest: Neues aus der Anstalt
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